1838-1917
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![[Postkarte: Graf Häseler mit Ferdinand Graf Zeppelin, 1938]](../../../objekte/pict/ju001193/200.jpg)
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Ferdinand Graf von Zeppelin
Militär, Luftschiffkonstrukteur
- 1838
- 8. Juli: Ferdinand von Zeppelin wird als Sohn des Hofmarschalls
Friedrich Graf von Zeppelin und dessen Frau Amélie (geb.
Macaire d'Hogguer) in Konstanz geboren.
- ab 1853
- Besuch des Polytechnikums in Stuttgart.
- ab 1855
- Er tritt als Kadett in die Kriegsschule Ludwigsburg ein, die er zwei
Jahre später mit der Ernennung zum Leutnant verläßt.
- 1858
- Beurlaubung für ein Studium. In Tübingen studiert er neben
Staatswissenschaft Maschinenbau und Chemie.
- 1859
- Preußen macht im österreichisch-italienischen Krieg mobil,
infolgedessen muß Zeppelin sein Studium abbrechen. Er kommt zum
Ingenieurkorps nach Ulm.
- 1863
- Beurlaubt, kämpft er im amerikanischen Bürgerkrieg gegen die
Konföderierten.
- In Nordamerika unternimmt Zeppelin seinen ersten Ballonaufstieg.
- 1864
- Zeppelin kehrt nach Deutschland zurück und dient weiter als
württembergischer Offizier.
- 1869
- 7. August: Heirat mit Isabella Freiin von Wolff. Aus der Ehe geht ein
Kind hervor.
- 1870/71
- Als Kavallerie- und Generalstabsoffizier nimmt er am
Deutsch-Französischen Krieg teil. Dort beobachtet er, wie auf der
französischen Seite Ballons zur Aufklärung und zur Sicherung
der Verbindung zwischen dem belagerten Paris und dem Hinterland
eingesetzt werden.
- 1874
- 25. April: Erste Eintragung Zeppelins in sein Tagebuch über die
Idee, ein starres Luftschiff zu bauen.
- 1882
- Regimentskommandeur.
- 1885-1890
- Württembergischer Bevollmächtigter und
Württembergischer Gesandter in Berlin.
- 1888
- General à la suite des Königs von Württemberg.
- 1891
- Nach seiner Verabschiedung aus dem Militärdienst befaßt
sich Zeppelin mit dem Bau eines starren Luftschiffs.
- 1894
- Eine von Kaiser
Wilhelm II. berufene Sachverständigenkommission erklärt das Projekt
für undurchführbar. Trotzdem erwirbt Zeppelin ein Deutsches
Reichspatent auf einen "lenkbaren Luftzug".
- 1896
- Zeppelin wird Mitglied im Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Eine
Kommission beurteilt sein Projekt positiv.
- 1898
- Zeppelin gründet die "Aktiengesellschaft zur Förderung
der Luftschiffahrt" mit einem Stammkapital von 800.000 Goldmark;
420.000 Mark stammen aus seinem Privatvermögen.
- 1900
- 2. Juli: Start des ersten lenkbaren Luftschiffes "LZ1" in
Manzell am Bodensee.
- Trotz der technischen Bewährung des Luftschiffs ist das Interesse
an einer Weiterfinanzierung gering. Die Aktiengesellschaft wird
liquidiert, da das Kapital aufgebraucht ist.
- 1901
- Auch der VDI versagt Zeppelin die Unterstützung.
- 1903
- Den Bau seines zweiten Luftschiffs finanziert er schließlich
durch den Erlös einer Geldlotterie.
- 1906
- 17. Januar: Aufstieg des Luftschiffs "LZ2". Auf dem
Landeplatz in Kißlegg im Allgäu wird es durch einen Orkan
zerstört.
- 9. Oktober: Erstmalige Erprobung des dritten Luftschiffs
"Z1", dessen Bau durch den Einsatz des
Familienvermögens Zeppelins möglich geworden war.
- 1908
- Das dritte Luftschiff Zeppelins wird nach mehreren erfolgreichen
Fahrten von der Militärverwaltung gekauft.
- 5. August: Zerstörung des "LZ4" in Echterdingen durch
Sturm und Gasexplosion. Spontane Spenden ergeben rund 5,5 Millionen
Mark und ermöglichen Zeppelin die Fortführung seines Werks.
- 1909
- Zeppelin gründet die GmbH "Luftschiffbau-Zeppelin".
- 1913
- Er gründet in Friedrichshafen die Zeppelin-Wohlfahrt GmbH.
- bis 1914
- Die Deutsche Luftschiffahrts AG (Delag) befördert mit sieben
Luftschiffen auf 1.588 Fahrten ohne Unfälle insgesamt 34.028
Personen.
- 1914-1918
- Die Effektivität der "Zeppeline" bleibt im
Ersten Weltkrieg weit hinter den Erwartungen des Militärs und Zeppelins
zurück. Die Luftschiffe bieten den Jagdflugzeugen eine zu
große Angriffsfläche.
- 1917
- 8. März: Ferdinand Graf von Zeppelin stirbt in Berlin.
(lw/ka)
Ansprache nach der Zerstörung des Zeppelins LZ4, 24. August 1908
Ballone und Zeppeline
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