Reichspropagandaminister Joseph Goebbels
Silvesteransprache
31. Dezember 1933

[Ton]

In diesen glückhaften Zeichen geht das Jahr 1933 zu Ende. Voll Wehmut und Ergriffenheit lassen wir noch einmal unsere Erinnerungen darüber hinweggleiten. Es war ein stolzes und männliches Jahr, ein Jahr des Anfangs und des Aufbruchs, das erste seit Ende des Krieges, von dem wir getrost sagen können: Es hat Deutschland nicht wieder abwärts, sondern aufwärts geführt. Wie früher immer, so binden wir auch diesmal nach der Schlacht den Helm fester. Das neue Jahr liegt vor uns mit neuen Forderungen und neuen Aufgaben. Es wird uns nicht geschenkt; es will erobert werden. Schwere und einschneidende Probleme harren ihrer Lösung. Es wird nötig sein, daß wir mit Eifersucht und Klugheit den gewonnenen festen Boden, auf dem wir stehen, halten, wahren und ausbauen. Denn nur von ihm aus können wir den Sprung ins Neuland wagen. So wollen wir denn in diesen letzten Stunden des großen Jahres uns vereinigen in kindlichem und wehmütigem Dank an den großen Gott, der uns die Gnade gab, in Treue und mit Fleiß unser Werk zu tun. So wollen wir ihn bitten, uns seinen Segen für das anbrechende Jahr nicht zu verweigern und geloben wollen wir, daß wir uns dieses Segens nicht unwürdig erweisen werden. Das Jahr der Revolution ist zu Ende. Das Jahr des Aufbaus beginnt.

Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv