Nobelpreis für Physik


1901
Wilhelm Conrad Röntgen, Deutschland
"als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, das er sich durch die Entdeckung der nach ihm benannten Strahlen erworben hat"

1902
Hendrik Antoon Lorentz (1853-1928), Niederlande
Pieter Zeeman (1865-1943), Niederlande
"als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, das sie sich durch ihre Untersuchungen über den Einfluß des Magnetismus auf die Stahlungsphänomene erworben haben"

1903
Antoine Henri Becquerel, Frankreich
"als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, das er sich durch die Entdeckung der spontanen Radioaktivität erworben hat"
Pierre Curie (1859-1906), Frankreich
Marie Curie, Frankreich
"als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, das sie sich durch ihre gemeinsamen Arbeiten über die von H. Becquerel entdeckten Stahlungsphänomene erworben haben"

1904
Lord Rayleigh (1842-1919), Großbritannien
"für seine Untersuchungen über die Dichte der wichtigsten Gase und seine im Zusammenhang damit gemachten Entdeckung des Argons"

1905
Philipp Eduard Anton von Lenard, Deutschland
"für seine Arbeiten über die Kathodenstrahlen"

1906
Joseph John Thomson (1856-1940), Großbritannien
"als Anerkennung des großen Verdienstes, das er sich durch seine theoretischen und experimentellen Untersuchungen über den Durchgang der Elektrizität durch Gase erworben hat"

1907
Albert Abraham Michelson (1852-1931), USA
"für seine optischen Präzisionsinstrumente und seine damit ausgeführten spektroskopischen und metrologischen Untersuchungen"

1908
Gabriel Lippmann (1845-1921), Frankreich
"für seine auf dem Interferenzphänomen begründete Methode, Farben photographisch wiederzugeben"

1909
Guglielmo Marconi (1874-1937), Italien
Ferdinand Braun (1850-1918), Deutschland
"als Anerkennung ihrer Verdienste um die Entwicklung der drahtlosen Telegraphie"

1910
Johannes Diderik van der Waals (1837-1923), Niederlande
"für seine Arbeiten über die Zustandsgleichung der Gase und Flüssigkeiten"

1911
Wilhelm Wien (1864-1928), Deutschland
"für seine Entdeckungen betreffend die Gesetze der Wärmestrahlung"

1912
Gustav Dalén (1869-1937), Schweden
"für seine Erfindung selbstwirkender Regulatoren, die in Kombination mit Gasakkumulatoren zur Beleuchtung von Leuchttürmen und Leuchtbojen verwendet werden"

1913
Heike Kamerlingh-Onnes (1853-1926), Niederlande
"aus Anlaß seiner Untersuchungen über die Eigenschaften von Körpern bei niedrigen Temperaturen, die unter anderem zur Darstellung von flüssigem Helium führten"

1914
Max von Laue, Deutschland
"für seine Entdeckung der Beugung von Röntgenstrahlen beim Durchgang durch Kristalle"

1915
William Henry Bragg (1862-1942), Großbritannien
William Lawrence Bragg (1890-1971), Großbritannien
"für ihre Verdienste um die Erforschung der Kristallstrukturen mittels Röntgenstrahlen"

1916
(nicht verliehen)

1917
(verliehen 1918),
Charles Glover Barkla (1877-1944), Großbritannien
"für seine Entdeckung der charakteristischen Röntgenstahlung der Elemente"

1918
(verliehen 1919),
Max Planck, Deutschland
"als Anerkennung des Verdienstes, das er sich durch seine Quantentheorie um die Entwicklung der Physik erworben hat"

1919
Johannes Stark (1874-1957), Deutschland
"für seine Entdeckung des Doppler-Effekts bei Kanalstrahlen und der Zerlegung der Spektrallinien im elektrischen Feld"

1920
Charles Edouard Guillaume (1861-1938), Frankreich
"als Anerkennung des Verdienstes, das er sich durch die entdeckung der Anomalien bei Nickelstahllegierungen und die Präzisionsmessungen in der Physik erworben hat"

1921
(verliehen 1922),
Albert Einstein, Deutschland
"für seine Verdienste um die theoretische Physik, besonders für seine Entdeckung des Gesetzes des photoelektrischen Effekts"

1922
Niels Bohr, Dänemark
"für seine Verdienste um die Erforschung der Struktur der Atome und der von ihnen ausgehenden Strahlung"

1923
Robert Andrews Millikan (1868-1953), "für seine Arbeiten über die elektrische Elementarladung sowie den photoelektrischen Effekt"

1924
(verliehen 1925),
Karl Manne Georg Siegbahn (1886-1978), Schweden
"für seine röntgenspektroskopischen Entdeckungen und Forschungen"

1925
(verliehen 1926),
James Franck (1882-1964), Deutschland
Gustav Hertz (1887-1975), Deutschland
"für ihre Entdeckung der Gesetze, die bei dem Zusammenstoß eines Elektrons mit einem Atom herrschen"

1926
Jean Baptiste Perrin (1870-1942), Frankreich
"für seine Arbeiten über die diskontinuierliche Struktur der Materie, besonders für seine Entdeckung des Sedimentationsgleichgewichts"

1927
Arthur Holly Compton (1892-1962), USA
"für die Entdeckung des nach ihm genannten Effekts"
Charles Thomson Rees Wilson (1869-1959), Großbritannien
"für die Entdeckung der Methode, durch Dampfkondensierung die Bahnen elektrisch geladener Partikel wahrnehmbar zu machen"

1928
(verliehen 1929),
Willans Owen Richardson (1879-1959), Großbritannien
"für seine Arbeiten über die Phänomene an Thermo-Ionen und besonders für die Entdeckung des nach ihm genannten Gesetzes"

1929
Prince Louis-Victor De Broglie (1892-1987), Frankreich
"für die Entdeckung der Wellennatur der Elektronen"

1930
Chandrasekhara Venkata Raman (1888-1970), Indien
"für seine Arbeiten über die Diffusion des Lichtes und die Entdeckung des nach ihm benannten Effekts".

1931
(nicht verliehen)

1932
(verliehen 1933),
Werner Heisenberg, Deutschland
"für die Begründung der Quantenmechanik, deren Anwendung zur Entdeckung der allotropen Formen des Wasserstoffs geführt haben"

1933
Erwin Schrödinger (1887-1961), Österreich
Paul Adrien Maurice Dirac (1902-1984), Großbritannien
"für die Entdeckung neuer prokuktiver Formen der Atomtheorie"

1934
(nicht verliehen)

1935
James Chadwick (1891-1974), Großbritannien
"für die Entdekcung des Neutrons"

1936
Viktor Franz Hess (1883-1964), Österreich
"für die Entdeckung der kosmischen Strahlung"
Carl David Anderson (1905-1991), USA
"für die Entdeckung des Positrons"

1937
Clinton Joseph Davisson (1881-1958), USA
George Paget Thomson (1892-1975), Großbritannien
"für ihre experimentelle Entdeckung der Beugung von Elektronen durch Kristalle"

1938
Enrico Fermi (1901-1954), Italien
"für die Bestimmung von neuen, durch Neutronenbeschuß erzeugten radioaktiven Elementen und die in Verbindung mit diesen Arbeiten durchgeführte Entdeckung der durch langsame Neutronen ausgelösten Kernreaktionen"

1939
Ernest Orlando Lawrence (1901-1958), USA
"für die Erfindung und Entwicklung des Zyklotrons und die dadurch erzielten Ergebnisse, insbesondere im Hinblick auf künstliche radioaktive Elemente"

1940
(nicht verliehen)

1941
(nicht verliehen)

1942
(nicht verliehen)

1943
(verliehen 1944),
Otto Stern (1888-1969), USA
"für seine Beiträge zur Entwicklung der Molekularstrahlmethode und die Entdeckung des magnetischen Moments des Protons"

1944
Isidor Isaac Rabi (1898-1988), USA
"für die von ihm zur Aufzeichnung der magnetischen Eigenschaften von Atomkernen entdeckte Resonanzmethode"

1945
Wolfgang Pauli (1900-1958), Österreich
"für die Entdeckung des als 'Pauli-Prinzip' bezeichneten Ausschlußprinzips"

1946
Percy Williams Bridgman (1882-1961), USA
"für die Erfindung eines Apparates zur Erzeugung von extrem hohen Druck und für seine Entdeckungen, die er mit diesem auf dem Gebiet der Hochdruckphysik machte"

1947
Edward Victor Appleton (1892-1965), Großbritannien
"für seine Forschungen auf dem Gebiet der Physik der oberen Schichten der Atmosphäre, insbesondere für die Entdeckung der nach ihm benannten ionisierten Schicht"

1948
Patrick Maynard Stuart Blackett (1897-1974), Großbritannien
"für die Weiterentwicklung der Anwendung der Wilsonschen Nebelkammer und seine damit gemachten Entdeckungen auf dem Gebiete der Kernphysik und der kosmischen Strahlung"

1949
Hideki Yukawa (1907-1981), Japan
"für seine auf der Theorie der Kernkräfte beruhende Vorhersage der Existenz der Mesonen"

1950
Cecil Frank Powell (1903-1969), Großbritannien
"für die Entwicklung der photographischen Methode zur Untersuchung der Kernvorgänge und die damit verbundene Entdeckung der Mesonen"

1951
John Douglas Cockroft (1897-1967), Großbritannien
Ernest Thomas Sinton Walton (1903-1995), Irland
"für ihre Pionierarbeit auf dem Gebiet der Atomkernumwandlung durch künstlich beschleunigte atomare Partikel"

1952
Felix Bloch (1905-1983), USA
Edward Mills Purcell (1912-1997), USA
"für ihre Entwicklung verfeinerter und vereinfachter Methoden zur Messung magnetischer Kraftfelder im Atomkern"

1953
Frits Zernike (1888-1966), Niederlande
"für die von ihm angegebene Phasenkontrastmethode, im besonderen für seine Erfindung des Phasenkontrastmikroskops"

1954
Max Born, Deutschland
"für seine grundlegenden Forschungen in der Quantenmechanik, besonders für seine statistische Interpretation der Wellenfunktion"
Walter Bothe (1891-1957), Deutschland
"für seine Koinzidenzmethode und seine mit deren Hilfe gemachten Entdeckungen"

1955
Willis Eugene Lamb (geb. 1913), USA
"für seine Entdeckungen über die Feinstruktur des Wasserstoffspektrums"
Polykarp Kusch (1911-1993), USA
"für seine genaue Bestimmung des magnetischen Moments im Elektron"

1956
William Shockley (1910-1989), USA
John Bardeen (1908-1991), USA
Walter Houser Brattain (1902-1987), USA
"für ihre Untersuchungen über Halbleiter und ihre Entdeckung des Transistoreffekts"

1957
Chen Ning Yang (geb. 1922), China
Tsung-Dao Lee (geb. 1926), China
"für ihre grundlegenden Forschungen über die Gesetze der sogenannten Parität, die zu wichtigen Entdeckungen über die Elementarteilchen führten"

1958
Ilja Michailowitsch Frank (1908-1990), UdSSR
Igor Jewgenjewitsch Tamm (1895-1971), UdSSR
Pavel Alexsejewitsch Tscherenkow (1904-1990), UdSSR
"für die Entdeckung und Interpretation des Tscherenkow-Effekts"

1959
Emilio Gino Segrè (1905-1989), USA
Owen Chamberlain (geb. 1920), USA
"für ihre Entdeckung des Antiprotons"

1960
Donald A. Glaser (geb. 1926), USA
"für die Erfindung der Blasenkammer"

1961
Robert Hofstadter (1915-1990), USA
"für seine bahnbrechenden Studien über elektrische Schwingungen im Atomkern und für die dabei erzielten Entdeckungen über die Struktur der Nukleonen"
Rudolf Ludwig Mössbauer (geb. 1929), Deutschland
"für seine Forschungen über die Resonanzabsorption der Gamma-Strahlung und seine damit verbundene Entdeckung, die den Namen 'Mössbauer-Effekt' trägt"

1962
Lew Dawidowitsch Landau (1908-1968), UdSSR
"für seine bahnbrechenden Theorien über kondensierte Materie, besonders das flüssige Helium"

1963
Eugene Paul Wigner (1902-1995), USA
"für seine Beiträge zur Theorie des Atomkerns und der Elementarteilchen, besonders durch die Entdeckung und Anwendung fundamentaler Symmetrie-Prinzipien"
Maria Mayer-Goeppert (1906-1972), USA
Johannes Hans Daniel Jensen (1907-1973), Deutschland
"für ihre Entdeckung der nuklearen Schalenstruktur"

1964
Charles Hard Townes (geb. 1915), USA
Nikolaj Gennadjewitsch Bassow (geb. 1922), UdSSR
Alexander Michailowitsch Prochorow (geb. 1916), UdSSR
"für grundlegende Arbeiten auf dem Gebiet der Quantenelektronik, die zur Konstruktion von Oszillatoren und Verstärkern auf der Basis des Maser-Laser-Prinzips führten"

1965
Sin-Itiro Tomonaga (1906-1979), Japan
Julian Schwinger (1918-1994), USA
Richard Phillips Feynman (1918-1988), USA
"für ihre fundamentale Leistung in der Quantenelektrodynamik, mit tiefgehenden Konsequenzen für die Elementarteilchenphysik"

1966
Alfred Kastler (1902-1984), Frankreich
"für die Entdeckung und Entwicklung der optischen Methoden beim Studium der Hertz-Resonanzen in Atomen"

1967
Hans Albrecht Bethe (geb. 1906), USA
"für seinen Beitrag zur Theorie der Kernreaktionen, insbesondere seine Entdeckungen über die Energieerzeugung in den Sternen"

1968
Luis Walter Alvarez (1911-1988), USA
"für seinen entscheidenden Beitrag zur Elementarteilchenphysik, insbesondere seine Entdeckung einer großen Anzahl von Resonanzzuständen, ermöglicht durch seine Entwicklung von Techniken mit der Wasserstoffblasenkammer und Datenanalyse"

1969
Murray Gell-Mann (geb. 1929), USA
"für seine Beiträge und Entdeckungen betreffend der Klassifizierung der Elementarteilchen und deren Wechselwirkungen"

1970
Hannes Alfvén (1908-1995), Schweden
"für seine grundlegenden Leistungen und Entdeckungen in der Magneto-Hydrodynamik mit fruchtbaren Anwendungen in verschiedenen Teilen der Plasmaphysik"
Louis Néel (geb. 1904), Frankreich
"für seine grundlegenden Leistungen und Entdeckungen betreffend des Antiferromagnetismus und des Ferromagnetismus, die zu wichtigen Erkenntnissen in der Festkörperphysik geführt haben"

1971
Dennis Gabor (1900-1979), Großbritannien
"für seine Erfindung und Entwicklung der holographischen Methode"

1972
John Bardeen (1908-1991), USA
Leon Neil Cooper (geb. 1930), USA
John Robert Schrieffer (geb. 1931), USA
"für ihre gemeinsam entwickelte Theorie des Supraleitungsphänomens, auch BCS-Theorie (Bardeen-Cooper-Schrieffer Theorie) genannt"

1973
Leo Esaki (geb. 1925), USA
Ivar Giaever (geb. 1929), USA
"für ihre experimentellen Entdeckungen betreffend das Tunnel-Phänomen in Halb- bzw. Supraleitern"
Brian Davon Josephson (geb. 1940), Großbritannien
"für seine theoretische Vorhersage von Eigenschaften bei einer Supraströmung durch eine Tunnel-Barriere, insbesondere jene Phänomene, die allgemein als Josephson-Effekt bekannt sind"

1974
Martin Ryle (1918-1984), Großbritannien
Antony Hewish (geb. 1924), Großbritannien
"für ihre bahnbrechenden Arbeiten in der Radioastrophysik: Ryle für seine Beobachtungen und Erfindungen, besonders in der Öffnung technischer Synthesen und Hewish für seine entscheidende Rolle in der Entdeckung der Pulsare"

1975
Aage Bohr (geb. 1922), Dänemark
Ben Mottelson (geb. 1926), Dänemark
Leo James Rainwater (1917-1986), USA
"für die Entdeckung der Verbindung zwischen kollektiver und Teilchen-Bewegung in Atomkernen und die Entwicklung der Theorie von der Struktur der Atomkerne basierend auf dieser Verbindung"

1976
Burton Richter (geb. 1931), USA
Samuel Chao Chung Ting (geb. 1936), USA
"für ihre führenden Leistungen bei der Entdeckung eines schweren Elementarteilchens neuer Art"

1977
Philipp Warren Anderson (geb. 1923), USA
Nevill Francis Mott (1905-1996), Großbritannien
John Hasbrouk van Vleck (1899-1980), USA
"für die grundlegenden theoretischen Leistungen zur Elektronenstruktur in magnetischen und ungeordneten Systemen"

1978
Pjotr Leonidowitsch Kapiza (1894-1984), UdSSR
"für seine grundlegenden Erfindungen und Entdeckungen in der Tieftemperaturphysik"
Arno Allan Penzias (geb. 1933), USA
Robert Woodrow Wilson (geb. 1936), USA
"für die Entdeckung der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung"

1979
Sheldon Lee Glashow (geb. 1932), USA
Abdus Salam (1926-1996), Pakistan
Steven Weinberg (geb. 1933), USA
"für ihre Mitwirkung an der Theorie der Vereinigung schwacher und elektromagnetischer Wechselwirkung zwischen Elementarteilchen, einschließlich u.a. die Voraussage von schwacher nuklearer Strömung"

1980
James Watson Cronin (geb. 1931), USA
Val Logsdon Fitch (geb. 1923), USA
"für die Entdeckung von Verletzungen fundamentaler Symmetrieprinzipien im Zerfall von neutralen K-Mesonen"

1981
Nicolaas Bloembergen (geb. 1920), USA
Arthur Leonard Schawlow (1921-1999), USA
"für ihren Beitrag zur Entwicklung der Laserspektroskopie"
Kai Manne Boerje Siegbahn (geb. 1918), Schweden
"für seinen Beitrag zur Entwicklung der hochauslösenden Elektronenspektroskopie"

1982
Kenneth Geddes Wilson (geb. 1936), USA
"für seine Theorie über kritische Phänomene bei Phasenumwandlungen"

1983
Subrahmanyan Chandrasekhar (1910-1995), USA
"für seine theoretischen Studien der physikalischen Prozesse, die für die Struktur und Entwicklung der Sterne von Bedeutung sind"
William Alfred Fowler (1911-1995), USA
"für theoretische und experimentelle Studien der Kernreaktionen, die für die Bildung der chemischen Elemente im Weltall von Bedeutung sind"

1984
Carlo Rubbia (geb. 1934), Italien
Simon van der Meer (geb. 1925), Niederlande
"für ihre entscheidenden Einsätze bei dem großen Projekt, das zur Entdeckung der Feldpartikel W und Z, Vermittler schwacher Wechselwirkung, geführt hat"

1985
Klaus von Klitzing (geb. 1943), Deutschland
"für die Entdeckung des sogenannten quantisierten Hall-Effekts"

1986
Ernst Ruska (1906-1988), Deutschland
"für sein fundamentales Werk in der Elektronen-Optik und für die Konstruktion des ersten Elektronenmikroskops"
Gerd Karl Binnig (geb. 1947), Deutschland
Heinrich Rohrer (geb. 1933), Schweiz
"für ihre Konstruktion des Rasterelektronenmikroskops"

1987
Johannes Georg Bednorz (geb. 1950), Deutschland
Karl Alexander Müller (geb. 1927), Schweiz
"für ihre bahnbrechende Entdeckung von Supraleitung in keramischen Materialien"

1988
Leon Max Lederman (geb. 1922), USA
Melvin Schwartz (geb. 1932), USA
Jack Steinberger (geb. 1921), USA
"für ihre grundlegenden Experimente über Neutrinos - schwach wechselwirkende Elementarteilchen mit verschwindender oder sehr kleiner Ruhemasse"

1989
Norman Foster Ramsey (geb. 1915), USA
"für seine Ausarbeitung einer verbesserten Meßtechnik bei atomaren Energie-Übergängen, mit der präzise Zeit- und Frequenzmessungen möglich wurden"
Hans Georg Dehmelt (geb. 1922), USA
"für die Entwicklung der Penning-Falle zum Einschluß von Ionen oder Elektronen, um deren Eigenschaften mit großer Genauigkeit zu erforschen"
Wolfgang Paul (1913-1993), Deutschland
"Für seine Entwicklung der Paul-Falle, eines elektrischen Vierpolfeldes zum Einschluß und zur Untersuchung weniger Ionen oder Elektronen über genügend lange Zeit"

1990
Jerome Isaac Friedman (geb. 1930), USA
Henry Way Kendall (1926-1999), USA
Richard Edward Taylor (geb. 1929), Kanada
"für ihre Experimente zum Nachweis der Quarks, elementarer Teilchen mit drittelzahliger Ladung"

1991
Pierre-Gilles de Gennes (geb. 1932), Frankreich
"für seine Arbeiten über Ordnungsprozesse in Flüssigkristallen und Polymerlösungen, vor allem die erfolgreiche Anwendung mathematischer Modelle beim Übergang vom geordneten zum ungeordneten Zustand in Physik und Chemie"

1992
Georges Charpak (geb. 1924), Frankreich
"für seine grundlegenden Arbeiten an Detektoren für die Teilchenphysik, insbesondere für die Konstruktion der ersten Vieldraht-Proportionalkammern (1968)"

1993
Russel Alan Hulse (geb. 1950), USA
Joseph Taylor (geb. 1941), USA
"für ihre Entdeckung eines Pulsars (ein schnell rotierender Neutronenstern) in einem Doppelsternsystem"

1994
Bertram Neville Brookhouse (geb. 1918), Kanada
Clifford Glenwood Shull (geb. 1915), USA
"für ihre Entwicklung von Techniken zur Streuung der ungeladenen Kernteilchen (Neutronen)"

1995
Martin Lewis Perl (geb. 1927), USA
"für seine Entdeckung eines massereichen subatomaren Elementarteilchens (Tau) mit negativer Ladung"
Frederick Reines (1918-1998), USA
"für seine Entdeckung eines ungeladenen subatomaren Elementarteilchen (Neutrino)"

1996
David Morris Lee (geb. 1931), USA
Douglas Dean Osheroff (geb. 1945), USA
Robert Coleman Richardson (geb. 1937), USA
"für ihre Entdeckung der Superfluidität (widerstandsloses Fließen) in Helium-3 bei sehr tiefen Temperaturen (um den absoluten Nullpunkt, -273°C)"

1997
Steven Chu (geb. 1948), USA
Claude Cohen-Tannoudji (geb. 1933), Frankreich
William Daniel Phillips (geb. 1948), USA
"für ihre Entwicklung von Methoden zum Kühlen und Einfangen von Atomen mit Hilfe von Laserlicht"

1998
Robert Laughlin (geb. 1950), USA
Horst Ludwig Störmer (geb. 1949), Deutschland
Daniel Chee Tsui (geb. 1939), USA
"für ihre Entdeckung einer neuen Art von Quantenflüssigkeit mit fraktionell geladenen Anregungen"

1999
Gerardus´t Hooft (geb. 1946), Niederlande
Martinus Veltman (geb. 1931), Niederlande
"für ihre entscheidenden, die Quantenstruktur betreffenden Beiträge zur Theorie der elektroschwachen Wechselwirkung in der Physik"

2000
Zhores Iwanowitsch Alferov (geb. 1930), Weissrussland
Herbert Kroemer (geb. 1928), Deutschland
"für die Entwicklung von Halbleiterheterostrukturen für Hochgeschwindigkeits- und Optoelektronik"
Jack St. Clair Kilby (geb. 1923), USA
"Beitrag zur Entwicklung des Integrierten Schaltkreises(IC)"

2001
Eric Allin Cornell (geb. 1961), USA
Wolfgang Ketterle (geb. 1957), Deutschland
Carl Erwin Wieman (geb. 1951), USA
"für die Erzeugung der Bose-Einstein-Kondensation in verdünnten Gasen aus Alkaliatomen und für frühe grundsätzliche Studien über die Eigenschaften der Kondensate"

2002
Raymond Davis Jr. (geb. 1914), USA
Masatoshi Koshiba (geb. 1926), Japan
"für bahnbrechende Arbeiten in der Astrophysik, insbesondere für den Nachweis kosmischer Neutrinos"
Riccardo Giacconi (geb. 1931), Italien
"für bahnbrechende Arbeiten in der Astrophysik, die zur Entdeckung von kosmischen Röntgenquellen geführt haben"

2003
Alexei A. Abrikosov (geb. 1928), Russland/USA
Vitaly Lasarewitsch Ginsburg (geb. 1916), Russland
Antony James Leggett (geb. 1938), Großbritannien
"für bahnbrechende Arbeiten in der Theorie über Supraleiter und Supraflüssigkeiten"

2004
David Jonathan Gross (geb. 1941), USA
Hugh David Politzer (geb. 1949), USA
Frank Wilczek (geb. 1951), USA
"für ihre Arbeit auf dem Gebiet der Quarkforschung, den elementaren Bausteinen der Materie"

2005
Roy J. Glauber (geb. 1925), USA
"für seinen Beitrag zur quantenmechanischen Theorie der optischen Kohärenz"
John L. Hall (geb. 1934), USA
Theodor W. Hänsch (geb. 1941), Deutschland
"für ihre Beiträge zur Entwicklung der auf Laser gegründeten Präzisionsspektroskopie, einschließlich der optischen Frequenzkammertechnik"

2006
John C. Mather (geb. 1946), USA
George F. Smoot (geb. 1945), USA
"für die Untersuchung der kosmischen Hintergrundstrahlung, die als Echo des Urknalls das All durchzieht"

2007
Albert Fert (geb. 1938), Frankreich
Peter Grünberg (geb. 1939), Deutschland
"für die Entdeckung des Riesenmagnetwiderstandes"

2008
Yoichiro Namba (geb. 1921), USA
"für seine fundamentalen Berechnungen zur Symmetrie und deren spontanen Brechung bei subatomaren Teilchen"
Makoto Kobayashi (geb. 1944), Japan
Toshihide Masukawa (geb. 1940), Japan
"für ihre Entdeckung des Ursprungs der gebrochenen Symmetrie, die die Existenz von mindestens drei Quarkfamilien voraussagt"

2009
Charles Kuen Kao (geb. 1933), USA / Großbritannien
"für bahnbrechende Erfolge auf dem Gebiet der Lichtleitung mittels Fiberoptik für optische Kommunikation"
Willard Boyle (geb. 1924), USA
George E. Smith (geb. 1930), USA
"für die Erfindung des CCD Sensors"

2010
Andre Geim (geb. 1958), Niederlande
Konstantin Novoselov (geb. 1974), Russland / Großbritannien
"für grundlegende Experimente mit dem zweidimensionalen Material Graphen"

Wilh. DeutschlandI. WeltkriegWeimarHome