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Der Spanische Bürgerkrieg
Hitlers wichtigste Motivation für das deutsche Eingreifen im Spanischen Bürgerkrieg war die Stärkung des Faschismus in Europa. Er fürchtete ein sozialistisches oder kommunistisches Spanien, das sich eng mit Frankreich und der Sowjetunion verbünden könnte, was seine Expansionspläne in Europa erschwert hätte. Zudem wollte er das Verhältnis zum faschistischen Italien verbessern, das die Franco-Truppen ebenfalls massiv unterstützte. Zusätzliche Gründe für die Militärhilfe waren die Sicherung spanischer Rohstofflieferungen an das Deutsche Reich und die Aussicht, die Kampfkraft der Wehrmacht, vor allem die der Luftwaffe, zu erproben. Die militärische Unterstützung Frankreichs und der Sowjetunion für die spanischen Republikaner lief dagegen nur langsam an. Schnelle und überzeugende Hilfe erhielt die Volksfrontregierung dagegen von fünf Internationalen Brigaden mit sozialistischer Ausrichtung. Ungefähr 5.000 dieser 35.000 Freiwilligen waren Deutsche, meist politische Flüchtlinge. Der Spanische Bürgerkrieg wurde auf beiden Seiten mit einem Höchstmaß an Einsatzbereitschaft, aber auch an Brutalität geführt. Zum Sinnbild für die Grausamkeit des Kriegs wurde die Zerstörung Guernicas mit rund 2.000 Toten am 26. April 1937, die Pablo Picasso noch im selben Jahr in seinem berühmt gewordenen Gemälde darstellte. Die heilige Stadt der Basken und Symbol ihres Unabhängigkeitswillens war durch Luftwaffeneinheiten der deutschen Legion Condor bombardiert worden. Die Luftwaffen- sowie Panzer-, Transport- und Nachrichteneinheiten der Wehrmacht und die Unterstützung aus Italien waren schließlich Garanten für den Sieg Francos im Frühjahr 1939. Trotz der Waffenhilfe blieb Spanien im wenige Monate später beginnenden Zweiten Weltkrieg aber offiziell neutral. (cp)
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