1933-39![]()
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Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 1933-1945Nach der Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler wurde die SPD ebenso verfolgt wie die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). Zahlreiche Parteiführer wurden verhaftet, andere gingen ins Exil oder in den Untergrund. Trotz aller polizeistaatlichen Unterdrückungsmaßnahmen errangen die Sozialdemokraten bei der Reichstagswahl vom 5. März 1933 noch 18,3 Prozent der Wählerstimmen. Als einzige Partei lehnte die SPD wenig später das Ermächtigungsgesetz im Reichstag mit einer beeindruckenden Rede von Otto Wels ab. Am 22. Juni 1933 wurde die SPD verboten, ihre Organisationen wurden zerschlagen. Schon im Mai hatte die Parteileitung ihren Sitz nach Prag verlegt. Von dort aus konnte sie den Widerstand im Deutschen Reich unterstützen. Der sozialdemokratische Widerstand wurde von ungezählten Männern und Frauen sowie von Mitgliedern der Arbeiterjugend getragen. Nach zahlreichen Verhaftungen kam dieser breite Widerstand ab 1936 zum Erliegen. Auf politischen Druck Hitlers mußte der Parteivorstand Prag 1937 verlassen und ging nach Paris. Nach der militärischen Niederlage Frankreichs flohen die meisten Mitglieder des Exilvorstands nach England und in die USA. Im britischen Exil schlossen sich verschiedene sozialistische Gruppen unter Ausschluß der Kommunisten zur "Union deutscher sozialistischer Organisationen in Großbritannien" zusammen. Sie konnten die Verbindung zum sozialistischen Widerstand im Reich nur noch in Einzelfällen aufrecht erhalten. In Deutschland schlossen sich Sozialdemokraten und Gewerkschafter wie Carlo Mierendorff , Wilhelm Leuschner, Hermann Maass (1897-1944), Adolf Reichwein, Theodor Haubach (1903-1945) und Julius Leber den Widerstandsgruppen des Kreisauer Kreises und des 20. Juli 1944 an. Die meisten von ihnen wurden nach dem gescheiterten Attentat des Claus Schenk Graf von Stauffenberg von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) aufgespürt und hingerichtet. (ba)
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