1933-39

[Photo: Bischof Clemens August Graf von Galen"]



Bischof Galen


Clemens August Graf von Galen wurde im September 1933 zum Bischof von Münster ernannt. Die tiefe Frömmigkeit des als nationalkonservativ geltenden Galen machte den Konflikt mit dem NS-Regime unausweichlich. So verurteilte Galen den "Mythos des 20. Jahrhunderts" von Alfred Rosenberg öffentlich als "neuheidnische Irrlehre". In seinen Predigten wandte er sich ebenso offen gegen die terroristischen Übergriffe der Geheimen Staatspolizei (Gestapo). Im Sommer 1941 prangerte Galen öffentlich die "Euthanasie" kranker und behinderter Menschen an und drohte Anzeige wegen Mordes zu erstatten. Mit Rücksicht auf die Stimmung in der Bevökerung ließ Adolf Hitler die Tötungsaktionen - offiziell - einstellen. Als die NS-Machthaber 1935/36 im Zuge des "Kirchenkampfs" immer offensiver gegen Angehörige der Kirchen vorgingen, rechnete auch Galen täglich mit seiner Verhaftung. Seine große Popularität bewahrte ihn jedoch davor.

(ba)

[Text]Mitschrift einer Predigt des Bischofs Clemens August Graf von Galen, 20. Juli 1941

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