1850-1870
![[Graphik: Die Feier der Einverleibung der Stadt Frankfurt, 1866]](../../../../objekte/pict/zb_20_1866_2_288/200.jpg)
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Die preußische Annexion der Freien Stadt Frankfurt 1866
Nach Beginn des Deutschen Krieges marschierten Mitte Juni
1866 preußische Truppen in die Freie Stadt Frankfurt ein,
die auf Seiten der von Österreich geführten Koalition
stand. Der Bundestag hatte zuvor die Stadt verlassen und sich
nach Augsburg zurückgezogen. Frankfurt litt stark unter der
Härte der preußischen Besatzung. Zahlreiche Bürger,
darunter alle Senatoren, wurden mit Einquartierungen preußischer
Soldaten belegt. Die Stadt wurde zur sofortigen Kontributionszahlung
von sechs Millionen Gulden verpflichtet, später folgten weitere
Zahlungsverpflichtungen über 25 Millionen Gulden zur Versorgung
der preußischen Armee. Zusätzlich mussten die Frankfurter
Bürger ihre Pferde und die städtischen Schützenvereine
ihre Waffen der preußischen Armee überlassen. Eine
Besserung für die Stadt trat mit der Einsetzung einer preußischen
Zivilverwaltung am 28. Juli und mit dem Aufschub der Kontributionsforderungen
ein. Nach den im Prager Frieden festgeschriebenen Annexionen wurde die rund 98.000 Einwohner zählende
Stadt Frankfurt im März 1867 in den Regierungsbezirk Wiesbaden
der neuen preußischen Provinz Hessen-Nassau eingegliedert.
(jfp)
   
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