1850-1870
![[Photo: Nach dem Sturm auf die Düppeler Schanzen, 1864]](../../../../objekte/pict/ba007293/200.jpg)
![[Photo: Düppeler Schanzen nach dem Sturm der preußischen Truppen, 1864]](../../../../objekte/pict/ba007884/200.jpg)
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Die Erstürmung der Düppeler Schanzen (18. April 1864)
Zu Beginn der 1860er Jahre hatten die Dänen begonnen, den
alten Grenzwall zwischen Dänemark und Deutschland, das so
genannte Danewerk, zu einer Verteidigungsanlage auszubauen. Wenige
Tage nach Beginn des Deutsch-Dänischen Krieges beschloss
der dänische Oberkommandierende am 5. Februar 1864, das "Danewerk"
zu räumen. Erst nach Stunden bemerkte der Gegner den Abmarsch
der rund 40.000 dänischen Soldaten, die sich mehrheitlich
in die nördlich von Flensburg gelegene Verteidigungsstellung
bei Düppel zurückzogen.
Die Hauptlinie der Düppel-Stellung bildeten zehn Schanzen
unterschiedlicher Größe und Stärke. Die Festungsartillerie
bestand aus 124 Geschützen. Hinsichtlich ihrer Treffsicherheit
und Reichweite waren die dänischen Geschütze den preußischen
unterlegen. Obwohl sich abzeichnete, dass die seit Wochen von
bis zu 40.000 preußischen Soldaten belagerte Schanzanlage
gegen anstürmende Feinde kaum lange zu halten sein würde,
befahl das dänische Kriegsministerium noch am 14. April 1864,
die strategisch wichtigen Düppeler Schanzen nicht zu räumen,
selbst wenn dies hohe Verluste verursache. Auf schleswigschem
Boden gelegen, besaßen sie für die Dänen hohe
Symbolkraft hinsichtlich ihres Anspruchs auf das Herzogtum Schleswig,
das dänische Truppen bis auf die Düppeler Schanzen vollständig
geräumt hatten.
Mit neuen, modernen Geschützen der Firma Alfred Krupp
begannen die Preußen unter dem Oberbefehl des Prinzen Friedrich
Karl von Preußen (1828-1885) am 18. April 1864 die Verteidigungsstellungen
sturmreif zu schießen. Nach einem sechsstündigen Artilleriefeuer
erfolgte um 10 Uhr der Sturm auf die Düppeler Schanzen, die
gegen Mittag alle in preußischer Hand waren.
(ba/as)
   
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