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Pazifismus in der Weimarer Republik"Nie wieder Krieg" lautete das Motto der Massenkundgebungen, welche die pazifistischen Organisationen anläßlich des "Antikriegstages" jedes Jahr Anfang August in Deutschland veranstalteten - als Mahnung an das August-Erlebnis 1914 und den Beginn des Ersten Weltkriegs. Die Pazifisten erinnerten während der Weimarer Republik immer wieder an das Leiden im Krieg, um Abrüstung und friedliches Miteinander der Völker zu fordern.
Die sozial und politisch engagierte Künstlerin Käthe
Kollwitz unterstützte diese Bestrebungen mit Werken,
in denen sie sich mit den Schrecken des Krieges auseinandersetzte:
1922/23 schuf sie eine Folge von Holzschnitten mit dem Titel "Krieg".
1922 erhielt sie vom "Internationalen Gewerkschaftsbund"
den Auftrag für ein Plakat zum "Antikriegstag".
Es erschien 1924 unter dem Titel "Die Überlebenden /
Krieg dem Kriege". Für den Mitteldeutschen Jugendtag
der Sozialistischen Arbeiterbewegung entwarf sie ebenfalls 1924 die Gestalt einer
kämpferischen Frau mit dem mahnend hochgereckten Arm, die mit den Worten "Nie wieder Krieg"
entschlossen für die Sicherung des Friedens eintritt.
Die Dramatiker Ernst Toller und Georg Kaiser (1878-1945) propagierten in ihren Werken wie "Masse Mensch" oder "Gas" ebenso einen entschiedenen Pazifismus und Kosmopolitismus wie der Politiker Ludwig Quidde. Als Vorsitzender der pazifistischen Dachorganisation "Deutsches Friedenskartell" stellte Quidde eine Integrationsfigur der Friedensbewegung dar. 1927 erhielt er für sein Wirken den Friedensnobelpreis.
(cj/as)
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