1914-18 |
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Kriegseintritt RumäniensIm Ersten Weltkrieg stand die rumänische Regierung sowohl mit den Mittelmächten als auch mit der Entente in Verhandlungen über einen Kriegseintritt. Rumänien blieb trotz des Werbens beider Seiten zunächst neutral, um die Entwicklung abzuwarten. Nach den Erfolgen der Entente in der ersten Brussilow-Offensive und am Isonzo schloß Rumänien am 17. August 1916 ein offizielles Bündnis mit der Entente. Vorausgegangen waren monatelange Verhandlungen über Gebietsansprüche. Die Alliierten sicherten dem neuen Bündnispartner zu Lasten von Österreich-Ungarn den Besitz von Siebenbürgen, des Banat und von Teilen der Bukowina zu. Am 27. August 1916 erklärte Rumänien Österreich-Ungarn den Krieg, einen Tag später folgte die deutsche Kriegserklärung an Rumänien. Durch den neuen Kriegsgegner verlängerte sich die Ostfront für die Mittelmächte um rund 500 Kilometer. Das rumänische Heer war seit 1914 deutlich verstärkt worden und konnte etwa 600.000 Mann bereitstellen. Insgesamt war die militärische Schlagkraft der Armee aufgrund des Mangels an schwerer Artillerie, Munition, Transportgerät und modernem Kriegsgerät jedoch eher gering. Deshalb war die Armee von Beginn an auf Unterstützung durch Rußland angewiesen. Der rumänische Operationsplan sah vor, mit den Hauptkräften über die Karpaten nach Siebenbürgen einzudringen und von dort gemeinsam mit der russischen Offensive weiter gegen Budapest vorzurücken. Nach dem rumänischen Angriff konnten die Mittelmächte jedoch den Vormarsch in Siebenbürgen stoppen und ihrerseits nun zur Gegenoffensive in Rumänien übergehen. (mw)
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