1914-18![]()
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WaffenFast alle Militärs der europäischen Mächte vertraten bis 1914 die Auffassung, daß nur der offensiv geführte Kampf und der Angriffswille der Soldaten die Schlacht entscheiden würden. Entsprechend kennzeichnete ein Bewegungskrieg in den ersten Wochen an allen Fronten das Kriegsgeschehen. Aber im Feuer der feindlichen Infanteriewaffen und Geschütze fanden die schnellen Angriffe der Soldaten immer wieder ihr blutiges Ende. Die modernen Waffen hatten die Strategien des 19. Jahrhunderts mit ihren Formen der Angriffstaktik unzeitgemäß werden lassen. Aus dem Bewegungskrieg wurde ein Stellungskrieg, und aus den anfänglich einfachen Befestigungslinien entstanden mit der Zeit kilometertiefe Verteidigungszonen. Im Russisch-Japanischen Krieg von 1904/05 und in den Balkankriegen hatten die eingesetzten MG-Waffen ihre große Wirkung und Feuerkraft unter Beweis gestellt. Dennoch gab es bei der Aufstellung und Eingliederung der Maschinengewehre nicht nur im deutschen Heer beachtliche Schwierigkeiten, auch die Militärs der anderen europäischen Streitkräfte bezeichneten das MG noch zu Beginn des Krieges als Hilfswaffe der Infanterie. Im Fronteinsatz stiegen die Maschinengewehre sehr bald zu einer Hauptfeuerwaffe der Infanterie auf. Im deutschen Heer war es zunächst das MG 08, später ergänzt um die leichtere Variante MG 08/15. Zur Fliegerabwehr war das MG wenig geeignet, da das entsprechende Stützsystem fehlte. Auch zur Abwehr der Tanks mußten verschiedene Abwehrwaffen entwickelt werden. Dazu gehörte das Tankgewehr, von dem etwa 4.800 Stück zum Einsatz kamen. (gqu)
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