1914-18

[Photo: Deutsche Artillerie in den Kämpfen in der Champagne, 1917]

[Plakat: Aisne, 1917]




Doppelschlacht an der Aisne und in der Champagne (6. April bis 27. Mai 1917)


Abgestimmt mit dem britischen Angriff auf Arras begann die französische Armee unter dem neuen Oberbefehlshaber Georges Robert Nivelle (1858-1924) am 6. April 1917 eine Großoffensive an der Aisne und in der Champagne. Die Deutschen hatten sich bereits im März 1917 auf die "Siegfriedstellung" zurückgezogen und sich so eine bessere Verteidigungsposition geschaffen. Die erste Angriffswelle der Franzosen an der Aisne richtete sich auf die Linie zwischen Soissons und Reims. Nach einem neuntägigen Trommelfeuer gelang ihnen die Eroberung des 30 Kilometer langen Höhenzugs, der mit der Schlacht am Chemin des Dames 1918 jedoch wieder verlorenging. Trotz dieses Erfolgs war die strategische Planung gescheitert, denn die Entente konnte nirgends einen Durchbruch erzielen. Zudem waren die eigenen Verluste aufgrund der ausgebauten deutschen Verteidigungslinien sehr hoch.

Der zweite Hauptangriff zielte auf die deutschen Stellungen in der Champagne. Auch hier mußten die Deutschen zwar einigen Geländeverlust hinnehmen, aber die Offensive wurde zum Halten gebracht. Die hohen Blutopfer der Franzosen führten im Generalstab zu heftiger Kritik an der Strategie Nivelles und innerhalb der Armee zu Meutereien und Aufständen. Nach der Absetzung Nivelles wurden unter dem neuen Befehlshaber Henri Philippe Pétain noch kleinere Angriffe fortgesetzt, aber die deutschen Truppen konnten ihre Frontlinie halten. Ende Mai wurde die Offensive von den Alliierten eingestellt. In der Doppelschlacht an der Aisne und in der Champagne waren insgesamt 187.000 französische und 163.000 deutsche Soldaten gefallen.

(mw)

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