1914-18




Schlacht bei Amiens (8. bis 11. August 1918)


Nachdem die Deutschen mit ihrer großen Frühjahrsoffensive keinen entscheidenden Erfolg erringen konnten, ging die Entente im Juli 1918 zur Gegenoffensive über. Die deutschen Einheiten wurden von der Marne verdrängt, ihr geordneter Rückzug verhinderte jedoch einen Durchbruch der Alliierten. Bei Amiens begannen am 8. August 1918 insgesamt 35 alliierte Divisionen einen weiteren Vorstoß auf die deutsche Front. Die 20 britischen Divisionen setzten dabei 360 schwere Tanks vom Typ "Mark V Star" und 96 leichte Panzerwagen vom Typ "Whippet" ein, die eine Geschwindigkeit von über 12 km/h erreichten. Die 15 französischen Divisionen verfügten über 90 Tanks und hatten mit etwa 1.000 Kampfflugzeugen die eindeutige Luftüberlegenheit. Dem zusätzlich von amerikanischen Hilfstruppen gestützten Sturmangriff hatten die Deutschen kaum etwas entgegenzusetzen, in ihre Frontlinie wurde ein tiefer Keil getrieben. Dabei zeigte sich vor allem, daß die Kampfmoral der deutschen Soldaten gebrochen war, die sich verausgabt hatten und zu Tausenden resigniert ergaben.

Angesichts der schweren Niederlage nach dem Durchbruch von Amiens war die Oberste Heeresleitung (OHL) überzeugt, daß der Krieg mit militärischen Mitteln nicht mehr zu gewinnen war. Am 29. September 1918 gestand Ludendorff gegenüber der Reichsregierung die Ausweglosigkeit der militärischen Lage ein und forderte sofortige Waffenstillstandsverhandlungen auf Basis des 14-Punkte-Programms des amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson sowie eine umgehende " Parlamentarisierung" des Reichs.

(mw)

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