1914-18

[Photo: Mörserstellung an der Sereth-Front, 1916]



Zweite Brussilow-Offensive (August bis September 1916)


Mit der überraschend erfolgreichen ersten Brussilow-Offensive waren die russischen Truppen im Juli 1916 in der Bukowina weit vorgerückt; dieser Erfolg hatte Rumänien zum Kriegseintritt auf seiten der Entente bewogen. Nach einigen Wochen Kampfpause setzte General Alexej A. Brussilow (1853-1926) die Offensive fort. Dafür wurden 66 russische Infanterie- und 23 Kavalleriedivisionen mit insgesamt über 700.000 Mann zusammengezogen, denen etwa 420.000 österreich-ungarische Soldaten gegenüberstanden. Ziel der Russen war die Eroberung von Lemberg (heute: Lwiw, Ukraine) und ein erneuter Vorstoß nach Ungarn. Am 8. August 1916 begann die russische Armee ihren Großangriff in Galizien und der Bukowina. Während die deutschen Truppen einen weiteren Angriff bei Kowel (Ukraine) abwehren konnten, mußte die österreich-ungarische Armee ihre Stellungen zurücknehmen und konnte aufgrund der italienischen Angriffe am Isonzo keine neuen Verstärkungen heranziehen. Der befürchtete Durchbruch der Russen und ihre Vereinigung mit den rumänischen Truppen konnten jedoch nach schweren Kämpfen in den Karpaten verhindert werden. Wenig später stabilisierten die Mittelmächte ihre gefährdete Position an der Ostfront mit dem erfolgreichen Feldzug gegen Rumänien. Zur Unterstützung der Rumänen begannen die Russen im Oktober 1916 die dritte Brussilow-Offensive.

(mw)

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