1914-18![]()
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Winterschlacht in der Champagne (16. Februar bis 20. März 1915)An der zum Stellungskrieg erstarrten Westfront begannen britische und französische Truppen nach mehreren gescheiterten örtlichen Durchbruchsversuchen im Frühjahr 1915 eine gemeinsame große Offensive in der Champagne. Damit sollte der Bündnispartner Rußland entlastet werden, den die Mittelmächte nach ihrer erfolgreichen Winterschlacht in Masuren durch eine Großoffensive zum Separatfrieden zwingen wollten. Nach mehrwöchigem Artilleriebeschuß mit Trommelfeuer begannen 17 Infanterie- und 3 Kavalleriedivisionen am 16. Februar 1915 bei Reims den Sturmangriff auf die Stellungen der zahlenmäßig unterlegenen Deutschen. Zur Unterstützung versuchte die 1. englische Armee ab dem 10. März 1915, die Front der Deutschen bei Neuve Chapelle zu durchbrechen und auf Lille vorzustoßen. Gegen die zahlenmäßige Übermacht der Angreifer mußten sich die deutschen Truppen an beiden Frontabschnitten aus ihren vorderen Verteidigungslinien zurückziehen. Da die Angriffe aber auf relativ schmalen Frontabschnitten vorgetragen wurden, konnten die Deutschen alle entbehrlichen Einheiten an die bedrohten Linien werfen und einen Durchbruch verhindern. Aufgrund der enorm hohen Verluste beim Angriff auf die stark ausgebauten Graben- und Befestigungsanlagen der Deutschen brachen die Alliierten die Schlacht Ende März 1915 ab. Allein die Franzosen hatten Verluste von etwa 240.000 Toten, Verwundeten und Gefangenen. (mw)
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