1914-18![]()
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Herbstschlacht in der Champagne (22. September bis 6. November 1915)Zur Entlastung der russischen Front begann die Entente am 22. September 1915 in der Champagne eine Großoffensive. Mit einem gegenüber der Winterschlacht nochmals gesteigerten Menschen- und Materialeinsatz wollten die Alliierten einen entscheidenden Durchstoß erzwingen. Den 27 französischen Divisionen mit 1.650 Geschützen standen nur 7 deutsche Divisionen mit 475 Geschützen gegenüber. Nach mehrtägigem massivem Artilleriebeschuß begann der Angriff der alliierten Truppen auf einer Frontbreite von 32 Kilometern. Ein konzentrierter Vorstoß führte zu einem bis zu drei Kilometern tiefen Einbruch in die deutschen Linien, womit auch die rückwärtigen Stellungen in Gefahr gerieten. Vor der unzerstörten zweiten Verteidigungslinie kam der Infanterievorstoß der Franzosen zum Stehen und brachte die Offensive ins Stocken. Die Oberste Heeresleitung (OHL) konnte die bedrohten Frontabschnitte durch Reserven von der Ostfront verstärken und so einen Durchbruch der Alliierten verhindern. Auch die seit dem 6. Oktober 1915 intensivierten Angriffe der Franzosen wurden von den Deutschen abgewehrt, die ihrerseits ab Mitte Oktober zu einzelnen Gegenangriffen übergingen. Anfang November stellte die Entente ihre Operationen ein, da auch der enorme Materialeinsatz mit rund 5,4 Millionen Granaten zu keinem greifbaren Erfolg geführt hatte. Die Alliierten hatten durch diese Herbstschlacht in der Champagne etwa 250.000, die Deutschen rund 150.000 Soldaten verloren. (mw)
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