1914-18

[Photo: Italienische Schützenstände durch einen Bach, 1915-1918]

[Photo: Österreich-ungarisches Lager am oberen Isonzo, 1915-1918]




Schlachten am Isonzo (Juni 1915 bis Oktober 1917)


Nach dem Kriegseintritt Italiens entwickelte sich das Grenzgebiet am Isonzo zum Hauptkampffeld an der südlichen Front. Insgesamt kam es dort zu zwölf Schlachten zwischen Juni 1915 und Oktober 1917. In den fünf ersten Offensiven versuchten die italienischen Truppen, den Isonzo zu überschreiten und auf Triest vorzustoßen, konnten aber trotz hoher Verluste auf beiden Seiten keinen nennenswerten Erfolg erzielen. Als die Mittelmächte im August 1916 wegen der ersten Brussilow-Offensive große Truppenkontingente von der Südfront abziehen mussten, gelang den italienischen Truppen in der 6. Isonzoschlacht nach besonders heftigem Artillerieeinsatz die Einnahme von Görz (heute: Gorizia, Italien). Zu einem entscheidenden Durchstoß fehlten jedoch die erforderlichen Reserven. Während die Italiener in den nächsten drei Schlachten 1916 nur geringe Geländegewinne erzielten, gelang ihnen in der 10. Schlacht unter Einsatz von 36 Divisionen im Mai 1917 zwar ein großer Flächengewinn, den sie durch österreich-ungarische Gegenangriffe jedoch wieder verloren. In der 11. Isonzoschlacht wollte die italienische Armee mit 48 Divisionen und 6.800 Geschützen auf einer Frontbreite von 70 Kilometern endgültig den Durchbruch nach Triest erzwingen. Zwar konnten die zahlenmäßig unterlegenen österreich-ungarischen Truppen den Durchbruchsversuch mit äußersten Anstrengungen gerade noch verhindern, aber nach den hohen Verlusten der Österreicher stand ihre Isonzofront vor dem Zusammenbruch. Erst durch deutsche Verstärkungen gelang den Mittelmächten im Oktober 1917 ihrerseits der Durchbruch zur Piave.

(mw)

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