1914-18![]()
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Die Zuspitzung der Juli-KriseNach dem Attentat auf den österreich-ungarischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand verschaffte die Bekräftigung der deutschen "Bündnistreue" vom 5./6. Juli 1914 gegenüber Österreich-Ungarn der Donaumonarchie die notwendige Rückendeckung für einen Krieg gegen Serbien. Am 23. Juli wurde in Belgrad ein auf 48 Stunden befristetes Ultimatum übergeben, in dem Österreich nahezu unerfüllbare Forderungen stellte. Neben der rigorosen strafrechtlichen Verfolgung der Attentäter und ihrer Hintermänner forderte Wien die Einbeziehung österreichischer Dienststellen in die Ermittlungen. Als die serbische Regierung zwei Tage später diese Forderungen weitgehend akzeptierte, schien der Friede gewahrt. Kaiser Wilhelm II. hielt nach Serbiens "Kapitulation demütigster Art" nun jeden Kriegsgrund für hinfällig. Doch in Wien erachtete man die serbische Antwort als nicht ausreichend. Die diplomatischen Beziehungen zu Belgrad wurden noch am selben Tag abgebrochen, die Mobilmachung wurde eingeleitet. Um den drohenden Krieg zu verhindern, schlug der britische Außenminister eine Botschafterkonferenz vor, sein deutscher Kollege plädierte für direkte Verhandlungen zwischen Wien und St. Petersburg. Trotz der laufenden Vermittlungsbemühungen erfolgte am 28. Juli Österreichs Kriegserklärung an Serbien. Bereits am nächsten Tag wurde Belgrad beschossen. Der Weg in den Krieg war beschritten. (ba) |