1914-18![]()
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Schlacht bei den Masurischen Seen (6. bis 15. September 1914)Nach der russischen Niederlage in der Schlacht bei Tannenberg hatte sich die 1. russische Armee (Njemen-Armee) nordwestlich der Masurischen Seen in eine Verteidigungsstellung zurückgezogen. Zum Angriff auf die Njemen-Armee wurde die unter Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff siegreiche 8. deutsche Armee durch fünf Infanterie- und eine Kavalleriedivision von der Westfront verstärkt. Der rechte Flügel der Armee rückte seit dem 8. September 1914 südlich der russischen Truppen durch das Seengebiet vor und umfaßte so die Verteidigungsstellung des Gegners. Angesichts einer drohenden Einkesselung entschlossen sich die Russen nach kurzen Gefechten zum völligen Rückzug. Dabei gerieten 45.000 russische Soldaten in deutsche Kriegsgefangenschaft. Den Deutschen kamen bei ihrem Sieg die Entschlüsselung der russischen Funksprüche und die Nachschubschwierigkeiten des Gegners zugute. Da die russische Offensive in Ostpreußen gescheitert war, wurden die beiden siegreichen Schlachten in der deutschen Öffentlichkeit euphorisch als "Sieg von Tannenberg" gefeiert. Um den Oberbefehlshaber Hindenburg entwickelte sich ein beispielloser Kult als "Held von Tannenberg". (mw)
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