1914-18 |
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Schlacht bei Mülhausen (19. August 1914)Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wollten die Franzosen mit einem Vorstoß nach Lothringen hinein den rechten deutschen Flügel von hinten umfassen. Bereits am 6. August 1914 hatten sie die Vogesenpässe besetzt und bereiteten einen ringförmigen Angriff auf das elsässische Mülhausen (heute: Mulhouse, Frankreich) vor. Die schwache deutsche Besatzung zog ab und ermöglichte den Franzosen die Besetzung der Stadt. Die noch in Mobilisierung befindliche 7. deutsche Armee begann daraufhin einen Gegenangriff. Mehrere deutsche Armeekorps drängten die Franzosen wenig später zurück und besetzten Mülhausen erneut. Da die deutschen Truppen aber bald wieder als Sicherung Richtung Verdun beordert wurden, beherrschten vorrückende französische Divisionen das Gebiet um Mülhausen am 17. August erneut. Zwei Tage später wurde auch die Stadt Mülhausen wieder von den Franzosen besetzt. Um weiteren Raumgewinn der Franzosen zu verhindern, gingen 15 deutsche Bataillone zum Gegenangriff über, mußten die Schlacht aber aufgrund der gegnerischen Übermacht abbrechen. Die Franzosen verzichteten auf einen eigenen Angriff und entschlossen sich, Mülhausen zunächst zu halten und zur Verteidigungsstellung auszubauen. (mw)
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