1914-18

[Photo: Bau der Pontonbrücke für den Donauübergang der Armee Mackensen, 1916]

[Photo: Bahnhof von Predeal (Rumänien) nach der Erstürmung durch die Mittelmächte, 1916]

[Photo: Beim Rückzug von den Rumänen gesprengte Brücke über den Buzau, 1916]




Feldzug gegen Rumänien (September bis Dezember 1916)


Nach den russischen Erfolgen gegen Österreich-Ungarn in der ersten Brussilow-Offensive war durch den Kriegseintritt Rumäniens auf seiten der Entente eine neue Front für die Mittelmächte entstanden. Die rumänische Armee überquerte Ende August 1916 die Karpaten und stieß nach Siebenbürgen vor. Der langsame Vormarsch der Rumänen ermöglichte dem neuen Oberkommandierenden Erich von Falkenhayn, aus deutschen und habsburgischen Verbänden die neue 9. Armee aufzustellen. In schweren Kämpfen im September 1916 wurde die rumänische Armee bei Hermannstadt (heute: Sibiu, Rumänien) und Kronstadt (heute: Brasov, Rumänien) geschlagen und bis auf die Gebirgspässe der Karpaten zurückgeworfen. Im Süden Rumäniens gelang den Truppen der Mittelmächte unter der Führung von August von Mackensen der Einmarsch in die Dobrudscha. Die Oberste Heeresleitung entschloß sich nun, den erfolgreichen Feldzug fortzusetzen und Rumänien vollständig zu besiegen, zumal hier wieder ein Bewegungskrieg geführt werden konnte. Am 11. November 1916 begann die 9. Armee die Offensive in die Walachei, während im Süden die Armee Mackensen die Donau überquerte. Beide Flügel rückten nun auf Bukarest vor und brachen in der Schlacht am Arges Anfang Dezember den letzten umfangreichen Widerstand der Rumänen. Am 6. Dezember 1916 rückten die Truppen der Mittelmächte in Bukarest ein, doch Rumänien verweigerte die Kapitulation. Die Reste der rumänischen Armee wurden danach in Verfolgungskämpfen bis zum Sereth gedrängt. Durch die dritte Brussilow-Offensive der Russen erstarrten die Fronten am Sereth nun wieder im Stellungskrieg.

(mw)

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