1914-18

[Photo: Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Sophie von Hohenburg kurz vor dem Attentat, 1914]

[Photo: Polizisten führen Gawrilo Princip nach dem Attentat auf das Thronfolgerpaar ab, 1914]



Das Attentat von Sarajevo


Am 28. Juni 1914 wurden der österreichisch-ungarische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau bei einem Besuch der bosnischen Hauptstadt Sarajevo von einem neunzehnjährigen Studenten erschossen. Mit dem Attentat wollten die von Rußland unterstützten serbischen Panslawisten ihre Forderung nach einem von Österreich-Ungarn unabhängigen serbischen Nationalstaat unterstreichen.

In Wien drängte das Militär auf einen schnellen Vergeltungsschlag gegen Serbien, und das Deutsche Reich bekräftigte am 5./6. Juli seine "Bündnistreue" gegenüber der Donaumonarchie. Ein schneller und energischer Militärschlag gegen Serbien sollte vollendete Tatsachen schaffen und Rußland von einem Eingreifen abhalten. Während die Reichsregierung den Konflikt zwischen Österreich-Ungarn und Serbien einerseits lokal begrenzen wollte, hielt man in Berlin andererseits den Zeitpunkt für einen Krieg gegen Rußland für den "am wenigsten ungeeigneten", da Rußland in absehbarer Zeit Deutschland "durch die Zahl seiner Soldaten" zu erdrücken drohe. Durch die Unentschlossenheit der europäischen Politiker spitzte sich die "Juli-Krise" dramatisch zu.

(ba)

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