1914-18![]()
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SeekriegTrotz der von Kaiser Wilhelm II. forcierten Flottenrüstung blieben die deutschen Seestreitkräfte den britischen deutlich unterlegen. Niemand in der Seekriegsleitung wollte die Verantwortung für Gefechte mit der britischen Flotte übernehmen. Die deutsche Flotte blieb in den Häfen; einzelne bei Kriegsbeginn außerhalb operierende Kriegsschiffe wurden von britischen Geschwadern aufgebracht und versenkt. Im November 1914 erklärten die Briten die gesamte Nordsee zum Kriegsgebiet und verhängten eine - völkerrechtswidrige - Seeblockade gegen die Mittelmächte. Die deutsche Flotte konnte weder diese Blockade der Lebensmittel- und Rohstoffeinfuhren aus dem neutralen Skandinavien durchbrechen, noch machte sie je einen Vorstoß gegen die britischen Truppen- und Nachschubtransporte über den Kanal. Ende Mai 1916 kam es zu einem überraschenden Gefecht mit britischen Geschwadern in der Seeschlacht am Skagerrak. Der Kampf endete unentschieden, da sich die deutschen Schiffe trotz erfolgreicher Versenkungen schnell zurückzogen. Insgesamt konnte die deutsche Flotte aber zu keiner Zeit die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen. Da sich des Kaisers "liebstes Kind" als gigantische Fehlinvestition erwies, verlagerte die Seekriegsleitung ihre Hoffnungen auf den uneingeschränkten U-Boot-Krieg. (ba)
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