1914-18![]()
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Schlacht an der Somme (24. Juni bis 26. November 1916)Planungen für eine Offensive an der Somme hatte die Entente bereits im Dezember 1915 beschlossen. Zusammen mit der ersten Brussilow-Offensive im Osten sollte sie die Mittelmächte im Zweifrontenkrieg zermürben. Nach einem fünftägigen Dauerbeschuß der deutschen Linien gingen am 1. Juli 1916 die 20 britischen und 11 französischen Divisionen an der Somme zum Angriff vor. Jeder Soldat war schwer beladen mit Arbeitsmaterial, um die als zerstört und verlassen gewähnten deutschen ersten Linien gleich zu befestigen und gegen einen deutschen Gegenstoß halten zu können. Im Stellungskrieg waren die Verteidigungssysteme jedoch während der nahezu zweijährigen Somme-Besetzung von den Deutschen zu unterirdischen Festungen ausgebaut worden. Die nur zu schwerfälliger Bewegung fähigen Angreifer fielen reihenweise den noch intakten deutschen Maschinengewehrstellungen zum Opfer, der britische Vorstoß brach unter dem Abwehrfeuer völlig zusammen. Mit 57.400 Verlusten, davon 20.000 Gefallene, hatten die Briten den bis dahin größten Tagesverlust im Ersten Weltkrieg. Den Franzosen gelangen demgegenüber kleine Anfangserfolge, doch lief sich die gesamte Offensive am 5. Juli 1916 fest. Mit einer zweiten Angriffswelle ab dem 20. Juli konnten die Alliierten bis 7 Kilometer tief in die deutsche Front eindringen. Nach wochenlangem Trommelfeuer starteten die Briten und Franzosen am 24. August eine neue Offensive auf 40 Kilometern Breite, die jedoch von den Deutschen wiederum abgewiesen werden konnte. Als die Operation Ende 1916 eingestellt wurde, konnten die Alliierten trotz des Einsatzes von insgesamt 104 Divisionen mit rund 2,5 Millionen Mann nicht einmal 10 Kilometer tiefe Geländegewinne verzeichnen. Während der gesamten Schlacht an der Somme verloren die Deutschen und Briten jeweils 500.000, die Franzosen 200.000 Mann. (mw)
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