1914-18![]()
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Schlacht bei Tannenberg (26. bis 30. August 1914)Nach der verlorenen Schlacht bei Gumbinnen und dem Rückzug der 8. deutschen Armee war die Lage an der Ostfront für die deutsche Oberste Heeresleitung (OHL) äußerst prekär. Unter dem neuen Oberbefehl von Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff wurde die 150.000 Mann starke Armee neu formiert und ging trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit wieder in die Offensive. Sie richtete ihren Vorstoß auf die 2. russische Armee (Narew-Armee) bei Allenstein (heute: Olsztyn, Polen). Den deutschen Truppen gelang zwischen dem 26. und 31. August 1914 die Einkreisung der Narew-Armee. Zwar stand die 1. russische Armee (Njemen-Armee) im Norden nur einen Tagesmarsch entfernt, da die Deutschen jedoch den russischen Funkverkehr entschlüsselt hatten und daher die Operationspläne des Gegners kannten, stellte Hindenburg als Sicherung nur eine Kavalleriedivision auf. Hinzu kamen die Überlegenheit der deutschen Artillerie und die Schwerfälligkeit der russischen Armee, die noch vor Abschluß ihrer vollen Mobilmachung auf Drängen der westlichen Entente-Staaten in Ostpreußen eingerückt war. Der überragende Sieg über die Narew-Armee und die Gefangennahme von 92.000 Russen sowie die Beute von über 300 Geschützen wurden in der deutschen Öffentlichkeit nach dem Debakel der Marne-Schlacht begeistert aufgenommen. Nach dem kurz darauf erfolgten Sieg in der Schlacht bei den Masurischen Seen entstand um Hindenburg ein ausgeprägter Kult als "Held von Tannenberg". Nach dem verlorenen Krieg wurde zur Erinnerung an diese Siege 1927 das Tannenberg-Denkmal errichtet. (mw)
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