1914-18

[Postkarte: Schlacht bei Metz, 1914]

[Photo: Maschinengewehrabteilung in den Vogesen, um 1914]




Schlachten in den Vogesen und in Lothringen (20. bis 22. August 1914)


Gleich nach Kriegsbeginn stieß die 2. französische Südarmee mit einer Offensive über die Grenze nach Lothringen vor. Um einen strategischen Gegenangriff vorzubereiten, vollzog die 6. Armee unter Kronprinz Rupprecht von Bayern (1869-1955) auf Befehl des Oberkommandierenden Helmuth von Moltke einen taktischen Rückzug. Nach mehreren kleineren Gefechten bei Mülhausen ordnete der französische Befehlshaber Joseph Joffre den weiteren Vormarsch auf Saarburg (heute: Sarrebourg, Frankreich) an. Die Oberste Heeresleitung (OHL) verstärkte die 7. Armee mit sechseinhalb Divisionen, die nach dem Schlieffen-Plan eigentlich als letzte Reserve für den rechten deutschen Flügel vorgesehen waren, weil sie davon ausging, daß die Entscheidung an der Westfront bereits gefallen und der deutsche Vormarsch in Nordfrankreich Richtung Marne nicht mehr aufzuhalten sei. Mit der Verstärkung setzte Kronprinz Rupprecht bei Saarburg und Mörchingen zum Gegenangriff auf die 1. und 2. französische Armee an. Unter hohen Verlusten gelang es den Deutschen zwischen dem 20. und 22. August 1914, die französischen Truppen über die Staatsgrenze zurückzutreiben. Die Deutschen nahmen zwar über 10.000 Kriegsgefangene und erbeuteten etwa 50 Geschütze, aber der Sieg wurde wenig später von der unerwarteten Niederlage in der Marneschlacht überschattet.

(mw)

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