1933-45![]()
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Das KZ BuchenwaldAm 15. Juli 1937 wurde auf dem Ettersberg bei Weimar das Konzentrationslager (KZ) Buchenwald eröffnet, das von Häftlingen aus dem 1937 aufgelösten Männerlager des KZ Lichtenburg in Prettin und dem KZ Sachsenhausen aufgebaut worden war. Buchenwald gehörte zur zweiten Lagergeneration der neuen, großen Konzentrationslager wie Sachsenhausen, Flossenbürg, Mauthausen und Ravensbrück, die von der Schutzstaffel (SS) im Rahmen der Kriegsvorbereitungen geplant und errichtet wurden.
Die ersten Insassen des Konzentrationslagers Buchenwald waren
politische Gegner des NS-Regimes, Zeugen Jehovas, Homosexuelle
sowie mehrfach Vorbestrafte, sogenannte befristete Vorbeugehäftlinge.
Ab Mitte Juli 1941 wurden mehrere Hundert Häftlinge für
die Vergasung in den "Euthanasie"-Anstalten Sonnenstein
und Bernburg ausgewählt. Des weiteren kamen zahlreiche KZ-Insassen
bei Versuchen mit epidemischen Krankheiten ums Leben, an denen
die IG Farben und die Wehrmacht beteiligt waren. Hatten die Häftlinge bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs vorwiegend im Lageraufbau und im lagereigenen Steinbruch gearbeitet, so veränderte sich ihre Tätigkeit ab 1942 fundamental. Aufgrund der stärkeren Orientierung der SS auf wirtschaftliche Ausnutzung der Konzentrationslager wurden die KZ-Insassen von nun an in über 130 Außenkommandos hauptsächlich zur Herstellung von Flugzeugen, Raketen, synthetischem Treibstoff und Munition eingesetzt. Um die Kriegsproduktion voranzutreiben, ließ die SS ab April 1944 Juden sowie Sinti und Roma aus dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau nach Buchenwald transportieren. Nach Auflösung der Lager im Osten überführte die SS Anfang 1945 Tausende der Insassen nach Buchenwald, das zu Jahresbeginn mit über 100.000 Häftlingen das größte noch bestehende Konzentrationslager war. Innerhalb von knapp 100 Tagen starben 14.000 Häftlinge aufgrund der Überfüllung des Lagers und ausbrechender Seuchen. Ab dem 6. April 1945 begann die Lagerleitung, die jüdischen Häftlinge auf "Todesmärsche" zu schicken, und verließ am 11. April das Lager. Am selben Tag trafen amerikanische Truppen im Lager ein.
Im KZ Buchenwald waren insgesamt über 240.000 Menschen aus
allen europäischen Ländern inhaftiert,
Von 1945 bis 1950 wurde das ehemalige KZ Buchenwald als "Speziallager
Nr. 2" vom sowjetischen Geheimdienst "Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten" (NKWD) zur Internierung
von ehemaligen Funktionären des NS-Regimes, Wehrmachtsangehörigen
und willkürlich denunzierten Personen benutzt. 1958 wurde in Buchenwald die erste "Nationale Mahn- und Gedenkstätte" der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) auf dem ehemaligen Lagergelände eingeweiht. (jo)
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