1939-45
![[Photo: Einmarsch der Wehrmacht in Dänemark, 1940]](../../../../objekte/pict/f60-1339/200.jpg)
![[Photo: Besetzung von Dänemark, 1940]](../../../../objekte/pict/f62-327/200.jpg)
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Die Besetzung von Dänemark (9./10. April 1940)
Zeitgleich mit der deutschen Invasion in Norwegen besetzten
zwei Infanteriedivisionen und eine Schützenbrigade unter
General Leonard Kaupisch (1878-1945) zur Sicherung der Ostseezugänge
und der Nachschubverbindungen nach Norden Dänemark. Während
motorisierte Einheiten am 9. April 1940 nach Südjütland
einmarschierten, wurde Ålborg im Norden der Halbinsel von
Luftlandetruppen eingenommen. Fallschirmjäger nahmen ebenfalls
die strategisch wichtige Brücke zwischen den Inseln Falster
und Seeland ein. Von See her erfolgten die Landungen in Kopenhagen
und den Ostseehäfen Nyborg, Korsör, Gedser, Tyborin
und Middelfart.
In einem Ultimatum wurde die Regierung Dänemarks aufgefordert,
den Einmarsch der Wehrmacht als Schutzmaßnahme gegenüber
einer unmittelbar bevorstehenden Invasion der Alliierten
anzuerkennen. Die Besetzung des Landes stieß auf keine nennenswerte
militärische Gegenwehr. Angesichts der Übermacht der
deutschen Truppen und der Drohung einer Bombardierung Kopenhagens
durch die Luftwaffe erklärte die dänische Armee
am 10. April ihre Kapitulation. König Christian X. (1870-1947)
forderte die dänische Bevölkerung gezwungenermaßen
auf, jeglichen Widerstand aufzugeben. Im Gegenzug sicherte das
Deutsche Reich Dänemark trotz Errichtung eines Besatzungsregimes
die politische Unabhängigkeit zu. Heer, Flotte und Polizei
blieben unter dänischer Führung. Unter Ministerpräsident
Thorvald Stauning (1873-1942) konstituierte sich ein Kabinett
des Nationalen Zusammenschlusses unter Einbeziehung aller großen
Parteien.
(as)
   
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