1939-45![]()
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Das deutsche Besatzungsregime in DänemarkDie Hoffnungen von Frits Clausen (1893-1947), Führer der wenig einflussreichen Dansk National Socialistiske Arbejder Parti (DNSAP), nach der Besetzung Dänemarks durch die Wehrmacht im April 1940 zum Regierungschef "von deutschen Gnaden" ernannt zu werden, erfüllten sich nicht. Statt einer direkten Beherrschung begnügte sich das NS-Regime zunächst mit der Überwachung des nördlichen Nachbarlandes, um den Anschein territorialer Integrität und politischer Souveränität aufrechtzuerhalten. Unter dem Sozialdemokraten Thorvald Stauning (1873-1942) konstituierte sich ein Kabinett des Nationalen Zusammenschlusses unter Einbeziehung aller großen Parteien. Sein Nachfolger als Ministerpräsident wurde im Mai 1942 Vilhelm Buhl (1881-1954). Eine zum Teil äußerst bereitwillige dänische Kooperationspolitik mit dem Deutschen Reich auch auf wirtschaftlichem Gebiet verhinderte die von rund 3,9 Millionen Dänen befürchtete Nazifizierung Dänemarks und die Rückgliederung Nordschleswigs an Deutschland. Im November 1941 trat Dänemark gezwungenermaßen dem Antikominternpakt bei. Freiwillig hingegen meldeten sich rund 7.000 Dänen für den Dienst in der Wehrmacht und der Waffen-SS.
Oberster deutscher Repräsentant in Dänemark war der
Reichsbevollmächtigte Cecil von Renthe-Fink (1885-1964).
Offizielles Weisungsrecht gegenüber dänischen Behörden
besaß er nicht. Befehlshaber der deutschen Truppen in Dänemark
war Generalleutnant Erich Lüdke (1882-1946). Beide wurden
im November 1942 ihrer Ämter enthoben und durch Werner
Best und General Hermann von Hanneken (1890-1981) ersetzt,
nachdem der dänische Widerstand gegen die deutschen Truppen
spürbar zugenommen hatte. Wesentliche Kraft innerhalb der
Widerstandsbewegung waren die Kommunisten, deren Partei 1941 verboten
worden war. Zusammen mit anderen Widerstandsgruppen gaben sie
die Untergrundzeitung "Frit Danmark" (Freies Dänemark)
heraus. Obwohl die Regierung unter dem seit November 1942 amtierenden
Ministerpräsidenten Erik Scavenius (1877-1962) wiederholt
vor weiteren Provokationen gegen die Besatzungsmacht warnte, führten
von Großbritannien unterstützte Sabotageaktionen sowie
von Kommunisten organisierte Streiks
Mit Duldung Bests hinterbrachte der deutsche Botschaftsangehörige
Georg Duckwitz (1904-1973) dem dänischen Widerstand im Herbst
1943 den Termin für die Deportation der in Dänemark
lebenden Juden. (as)
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