1939-45
![[Photo: Jugoslawische Kriegsgefangene, 1941]](../../../../objekte/pict/ba110732_1/200.jpg)
![[Photo: Erschossene Serben in Pancevo, 1941]](../../../../objekte/pict/pajusold/200.jpg)
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Die Besetzung von Jugoslawien (6.-17. April 1941)
Der im Rahmen des deutschen Balkanfeldzugs geführte
"Blitzkrieg" gegen Jugoslawien begann am 6. April 1941
mit massiven und für die Zivilbevölkerung verlustreichen
Bombardierungen Belgrads, welches über keine Luftabwehr verfügte
und zuvor zur "offenen Stadt" erklärt worden war.
Unterstützt von ungarischen Truppen, stießen 15 deutsche
Divisionen mit starken Panzerverbänden von der Steiermark
und Kärnten sowie von den Dreimächtepakt-Staaten
Ungarn, Rumänien und Bulgarien aus vor. Begünstigt durch
das Überraschungsmoment des Angriffs drang in Nordjugoslawien
die 2. Armee unter Generaloberst Maximilian Freiherr von Weichs bis zum 10. April nach Agram (heute: Zagreb/Kroatien)
vor. Unterstützung erhielt sie von faschistischen Ustascha-Verbänden,
welche die Wehrmacht als Befreier Kroatiens aus dem jugoslawischen
Vielvölkerstaat begrüßten. Unmittelbar nach der
Einnahme Agrams proklamierten sie den "Unabhängigen
Staat Kroatien".
Im Südosten Jugoslawiens stießen Kräfte der 12.
Armee unter Generalfeldmarschall Wilhelm List auf
heftigen Widerstand. Dennoch gelang es ihnen, über Ni
nach Belgrad vorzudringen. Am 12. April drangen erste Panzertruppen
unter Generaloberst Ewald von Kleist kampflos in die
jugoslawische Hauptstadt ein. Nach dem Ausscheiden kroatischer
Verbände als Folge der Unabhängigkeitsdeklaration nahm
der Auflösungsprozess der jugoslawischen Armee dramatische
Ausmaße an. Die im Raum Sarajevo zurückgezogenen Truppen
kapitulierten am 17. April. Rund 344.000 Soldaten gerieten in
deutsche Kriegsgefangenschaft. Die vollständige Besetzung
Jugoslawiens war begleitet von Grausamkeiten an der Zivilbevölkerung.
In Pancevo erschoss die Wehrmacht am 22. April als Strafe für den Tod zweier Deutscher 18 serbische
Männer und Jugendliche an der Friedhofsmauer der Stadt. 18 weitere
Einwohner der Stadt wurden öffentlich gehängt.
Nach der territorialen Neugliederung Jugoslawiens tobte ein für
beide Seiten verlustreicher Partisanenkrieg gegen das deutsche
Besatzungsregime.
(as)
   
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