1939-45
![[Photo: Bombardierung von Warschau, 1939]](../../../../objekte/pict/ph004218/200.jpg)
![[Photo: Parade der Wehrmacht in Warschau, 1939]](../../../../objekte/pict/ba130638/200.jpg)
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Der Angriff auf Warschau (25. bis 27. September 1939)
Eine Woche nach dem deutschen Überfall auf Polen erreichten
vorauseilende Panzerspitzen der 10. Armee am 8. September 1939
den Stadtrand von Warschau. Bis zum 13. September schloss
sich der Einschließungsring um die Stadt und die ca. 30
Kilometer nördlich gelegene Festung Modlin. Adolf Hitler
wünschte schon allein aus Gründen des Prestiges eine
schnelle Eroberung der gegnerischen Hauptstadt. Zudem war die
Metropole wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Zentrum der polnischen
Rüstungsindustrie. Eine durch Parlamentäre überbrachte
Aufforderung zur Übergabe von Warschau wurde von polnischer
Seite am 16. September abgelehnt.
Nach Abschluss der Schlacht an der Bzura bereitete
die deutsche 8. Armee unter Johannes Blaskowitz den Angriff auf Warschau vor. Am 22. September durchbrachen
seine Verbände die von drei polnischen Divisionen gehaltene
Verbindung Warschau-Modlin. Drei Tage später begann der Angriff
auf die Hauptstadt, in der sich über 120.000 Soldaten verschanzt
hielten. Die deutsche Luftwaffe setzte 1.200 Maschinen
ein. Schwer zu treffende Ziele versuchte sie mit Brandbomben zu
zerstören. Am 26. September begann die Artillerie das brennende
Warschau zu beschießen. Gleichzeitig rückte die Infanterie
vom Nordwesten in die Stadt vor. Angesichts der hohen Verluste
auch unter der Zivilbevölkerung mit 26.000 Toten erklärte
der Kommandant der Stadt, General Juliusz Rómmel (1881-1967),
am 27. September die bedingungslose Kapitulation Warschaus. In
Gegenwart Adolf Hitlers erfolgte fünf Tage später der Einmarsch
der Wehrmacht in die polnische Hauptstadt.
(as)
   
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