Chronik 1934

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JANUAR
  • 3. 1.
    Auf Vorschlag von Reichswehrminister Werner von Blomberg wird Generalleutnant Werner Freiherr von Fritsch neuer Chef der Heeresleitung.
  • 4. 1.
    US-Präsident Franklin D. Roosevelt betont, dass die USA sich nicht in die politische Entwicklung Europas einmischen werden.
  • 17. 1.
    Der österreichische Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verkündet, gegen die Forderungen der deutschen Regierung nach einem Anschluss Österreichs beim Völkerbund zu protestieren. Die italienische Regierung unterstützt diese Position.
  • 18. 1.
    Ein Generalstreik gegen die faschistische Diktatur in Portugal wird blutig niedergeschlagen.
  • 19. 1.
    Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) lehnt jegliche Forderung nach einer Wiederherstellung der Monarchie ab.
  • 22. 1.
    In Paris lösen rechtsgerichtete Gruppen schwere Unruhen gegen die sozialistische Regierung aus.
  • 24. 1.
    Alfred Rosenberg wird Beauftragter für die weltanschauliche Schulung der NSDAP und ihrer Organisationen.
  • 26. 1.
    Das Deutsche Reich und Polen schließen einen Nichtangriffspakt.
  • 27. 1.
    Der französische Ministerpräsident Camille Chautemps (1885-1963) tritt wegen eines Bankenskandals zurück. Sein Nachfolger wird Édouard Daladier.
  • Ex-Kaiser Wilhelm II. feiert im niederländischen Doorn seinen 75. Geburtstag.
  • Der Chemiker und Nobelpreisträger Fritz Haber stirbt in Basel.
  • 30. 1.
    Mit dem "Gesetz zum Neuaufbau des Reiches" verlieren die deutschen Länder ihre Hoheitsrechte und ihre Volksvertretungen. An die Spitze der "gleichgeschalteten" Länder werden Reichsstatthalter gestellt.  
FEBRUAR
  • 6./7. 2.
    In Paris kommt es zu schweren Straßenschlachten zwischen rechten Gruppen und der Polizei. Ministerpräsident Daladier erklärt seinen Rücktritt. Verschiedene Gewerkschaften rufen gegen die faschistische Bewegung zum Generalstreik auf.
  • 7. 2.
    Innenminister Wilhelm Frick verkündet die Einrichtung einer Reichsstudentenschaft.
  • 9. 2.
    Der ehemalige französische Präsident Gaston Doumergue (1863-1937) bildet eine neue Regierung unter Einschluss aller Parteien außer den Kommunisten.
  • Griechenland, Jugoslawien, Rumänien und die Türkei schließen ein Balkanbündnis zur Sicherung ihrer territorialen Grenzen.
  • 12. 2.
    In Wien kommt es zu schweren Kämpfen zwischen der Polizei und bewaffneten Arbeitern, die Sozialdemokraten rufen den Generalstreik aus. Daraufhin verbietet Dollfuß die Sozialdemokratie und läßt ihre Führer verhaften.
  • 17. 2.
    Frankreich, Großbritannien und Italien übernehmen eine Sicherheitsgarantie für die Selbständigkeit Österreichs.
  • 20. 2.
    Der britische Lordsiegelbewahrer Robert Anthony Eden kommt zu Abrüstungsgesprächen mit Reichskanzler Adolf Hitler nach Berlin.
  • 24. 2.
    Gertrud Scholtz-Klink wird zur Reichsführerin der Nationalsozialistischen Frauenschaft (NSF) ernannt.
  • 28. 2.
    Propagandaminister Joseph Goebbels empfängt in Berlin zahlreiche ausländische Pressevertreter und wirbt um Verständnis für die nationalsozialistische Regierung.  
MÄRZ
  • 8. 3.
    Hitler eröffnet die Internationale Automobil- und Motorrad-Ausstellung in Berlin. Er setzt sich für die Förderung des Automobilwesens ein.
  • 12. 3.
    Minister Werner von Blomberg verkündet den Ausschluss von Juden aus der Reichswehr.
  • 13. 3.
    Die gewerbliche Wirtschaft wird in Fachgruppen eingeteilt und dem Führerprinzip unterworfen.
  • 16. 3.
    Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht bezeichnet die Auslandsschulden des Deutschen Reichs als "politische Schulden" wegen der Reparationszahlungen des Versailler Vertrags.
  • 17. 3.
    "Römische Protokolle": Italien sichert sich durch einen Bündnisvertrag mit Österreich und Ungarn Einfluss im Donauraum.
  • 19. 3.
    Das amerikanische Repräsentantenhaus billigt das Gesetz zur Unabhängigkeit der Philippinen.
  • 21. 3.
    Hitler ruft anläßlich einer Baustelleneröffnung der Reichsautobahn bei München vor 10.000 Anwesenden zur "Arbeitsschlacht" auf. Die verstärkte Nutzung von Begriffen aus dem militärischen Sprachgebrauch spiegelt die fortschreitende Militarisierung im NS-Staat.
  • 28. 3.
    Die Rundfunkanstalten der Länder werden "gleichgeschaltet" und dem Propagandaministerium angeschlossen.
  • Der "Stahlhelm" wird als Nationalsozialistischer Deutscher Frontkämpferbund (NSDFB) neugegründet.
  • 29. 3.
    Albert Einstein wird aus dem Deutschen Reich ausgebürgert.
  • 31. 3.
    Die "Vossische Zeitung", eines der ältesten deutschen Tagesblätter, stellt ihr Erscheinen ein.  
APRIL
  • 2. 4.
    Mit der Vermauerung der Heiligen Pforte im Petersdom beendet Papst Pius XI. (1857-1939) das Heilige Jahr.
  • 3. 4.
    Hitler fordert in einem Interview mit einer amerikanischen Nachrichtenagentur eine Verdreifachung des deutschen 100.000-Mann-Heeres.
  • 4. 4.
    Die Sowjetunion verlängert ihre Nichtangriffspakte mit den baltischen Staaten.
  • 17. 4.
    Zur Kontrolle der ins Massenhafte angestiegenen nationalsozialistischen Schriften richtet Rudolf Heß eine parteiamtliche Prüfungskommission ein.
  • 18. 4.
    Frankreich weist den Revolutionär Leo D. Trotzki aus, der daraufhin nach Norwegen ins Exil geht.
  • 20. 4.
    Heinrich Himmler wird Leiter des Geheimen Staatspolizeiamts in Preußen.
  • 23. 4.
    Die Berliner Polizei verbietet jede Form von gewerblicher Wahrsagerei und den Abdruck von Horoskopen.
  • 24. 4.
    Für politische Straftaten wird als einzig zuständige juristische Instanz der Volksgerichtshof geschaffen.
  • 25. 4.
    Der spanische Staatspräsident verhängt wegen der inneren Unruhen den Belagerungszustand über das Land.
  • 28. 4.
    Zur Eröffnung des neuen Parlaments betont der italienische König Viktor Emanuel III. die Bedeutung des Faschismus für das Land.
  • 30. 4.
    Mit der Annahme der Notverordnungen der Regierung Dollfuß durch das Parlament endet die parlamentarische Republik in Österreich, das nun ein ständisch gegliederter Staat wird.  
MAI
  • 1. 5.
    Die deutsche Regierung nutzt den von ihr 1933 eingeführten Feiertag zu einer gigantischen Propagandaschau, bei der Hitler in Berlin-Tempelhof vor einem Millionenpublikum spricht.
  • Bernhard Rust (1883-1945) wird Leiter des neu geschaffenen Ministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung.
  • 2. 5.
    Ankündigung eines obligatorischen Haushaltsjahrs für Schulabgängerinnen. Sie sollen ein Jahr unbezahlt bei einer Familie die Hauswirtschaft erlernen.
  • 5. 5.
    Der sowjetisch-polnische Nichtangriffspakt wird erneuert.
  • 10. 5.
    Am ersten Jahrestag der Bücherverbrennung gründen deutsche Emigranten in Paris die "Freiheitsbibliothek" mit von den Nationalsozialisten verfemten Büchern.
  • 21. 5.
    Gründung einer "Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Glaubensbewegung", die einen vorchristlichen "deutschen Glauben" propagiert.
  • 26. 5.
    Das Luftschiff "Graf Zeppelin" startet in Friedrichshafen zum ersten Flug nach Rio de Janeiro.
  • 27. 5.
    In Dresden eröffnet Hitler die erste deutsche Theaterwoche mit der Wagner-Oper "Tristan und Isolde". Zwölf Tage zuvor wurden alle Theater dem Propagandaministerium unterstellt.
  • 29. 5.
    Auf ihrer ersten Synode konstituiert sich innerhalb der Evangelischen Kirche die Bekennende Kirche, die aus dem Pfarrernotbund von Martin Niemöller hervorgeht. In einer Erklärung wendet sie sich offen gegen den Totalitätsanspruch des nationalsozialistischen Staats gegenüber der Kirche.  
JUNI
  • 8. 6.
    Bei einer Versammlung von 15.000 britischen Faschisten kommt es zu blutigen Zusammenstößen mit Kommunisten und Sozialisten.
  • 10. 6.
    Der Ullstein-Verlag wird über eine Tarngesellschaft vom Propagandaministerium aufgekauft.
  • Mit einem Sieg über die Tschechoslowakei wird Italien in Rom neuer Fußballweltmeister.
  • 14. 6.
    Treffen von Hitler und Mussolini in Venedig. Trotz einer gemeinsamen Massenkundgebung auf dem Markusplatz mit über 70.000 Menschen bleibt das Verhältnis von Misstrauen bestimmt.
  • 17. 6.
    In seiner "Marburger Rede" wendet sich der deutsche Vizekanzler Franz von Papen gegen die revolutionären Ziele der Nationalsozialisten. Zahlreiche Konservative stützen den Vorstoß von Papens, darunter auch Präsident Paul von Hindenburg. Die Veröffentlichung der Rede wird sofort verboten. Geschrieben ist die Rede von Edgar Julius Jung, einem bedeutenden Vertreter der Konservativen Revolution.
  • 23. 6.
    Mit großem Propagandaaufwand wird in Berlin eine Sonnenwendfeier veranstaltet. Langfristig will die NSDAP christliche Feiern und Riten in den Hintergrund drängen.
  • 24. 6.
    Der FC Schalke 04 wird durch einen Sieg über den 1.FC Nürnberg erstmals Deutscher Fußballmeister.
  • 25. 6.
    Im Zusammenhang mit der "Marburger Rede" von Papens wird der Publizist Jung verhaftet und fünf Tage später erschossen.
  • 29. 6.
    Der Vatikan setzt Alfred Rosenbergs "Der Mythus des 20. Jahrhunderts" auf den Index der verbotenen Bücher.
  • 30. 6.
    Hitler lässt seinen SA-Stabschef und langjährigen Freund Ernst Röhm sowie andere hochstehende SA-Führer in einer vorbereiteten Aktion verhaften und ermorden. Als Vorwand für die Liquidierung der Führung der Sturmabteilung (SA), die auf eine "zweite Revolution" drängt, wird eine geplante Revolte genannt, der "Röhm-Putsch". Im Zusammenhang mit dem "Röhm-Putsch" werden insgesamt etwa 200 Oppositionelle ermordet, unter ihnen Gregor Strasser, Gustav Ritter von Kahr und General Kurt von Schleicher. Die SA verliert an Bedeutung, die Reichswehrführung unterlässt Proteste gegen die Ermordung von zwei Generalen.  
JULI
  • 5. 7.
    In Rumänien werden die NS-Organisationen der deutschen Minderheit aufgelöst.
  • 6. 7.
    Konstantin Hierl (1875-1955) wird neuer Reichsarbeitsführer (1935: Reichskommissar für den freiwilligen Arbeitsdienst). Kurz darauf kündigt er die Arbeitsdienstpflicht an.
  • 9. 7.
    Die Konzentrationslager (KZ) werden Himmler unterstellt und mit Schutzstaffel (SS)-Wachmannschaften besetzt.
  • 10. 7.
    Der Dichter Erich Mühsam stirbt nach Mißhandlungen im KZ Oranienburg.
  • 20. 7.
    Hitler erhebt die bisher der SA unterstehende SS zur selbständigen Organisation.
  • 25. 7.
    In Wien wird Bundeskanzler Dollfuß bei einem Putsch von Nationalsozialisten ermordet. Der Aufstand wird vom Unterrichtsminister Kurt Schuschnigg niedergeschlagen, der fünf Tage später neuer Bundeskanzler wird.
  • 26. 7.
    Hitler entlässt von Papen aus dem Kabinett und schickt ihn als Sondergesandten nach Wien. Das Amt des Vizekanzlers bleibt unbesetzt.
  • 30. 7.
    Für den erkrankten Kurt Schmitt (1886-1950) übernimmt Reichsbankpräsident Schacht das Wirtschaftsministerium.  
AUGUST
  • 1. 8.
    Für Mitglieder der Hitler-Jugend (HJ) wird der Samstag als schulfreier Tag eingeführt.
  • 2. 8.
    Hindenburg stirbt mit 86 Jahren auf seinem Gut Neudeck. Hitler übernimmt nun auch das Amt des Reichspräsidenten. Er nennt sich fortan "Führer und Reichskanzler". Die Reichswehr wird von nun an nicht mehr auf die Verfassung, sondern auf die Person Hitlers vereidigt.
  • 5. 8.
    In einem Interview mit der "Daily Mail" schließt Hitler einen Krieg gegen Großbritannien als "Verbrechen gegen die eigene Rasse" aus.
  • Roosevelt erklärt den wirtschaftlichen Wiederaufschwung der USA dank des "New Deal" als gelungen.
  • 7. 8.
    Hindenburg wird im Tannenbergdenkmal mit einem Staatsakt beigesetzt.
  • 24. 8.
    Der ökumenische Rat der Protestantischen Kirche betont auf einem Kongress in Dänemark seine Unterstützung für die Bekennende Kirche in Deutschland.
  • 26. 8.
    Auf einer "Treuekundgebung" bezeichnet Hitler das unter französischer Verwaltung stehende Saargebiet als "einzige Territorialfrage zwischen Frankreich und Deutschland".  
SEPTEMBER
  • 1. 9.
    Reichsbankpräsident Schacht fordert einen internationalen Zahlungsaufschub für die Schulden des Deutschen Reichs. Außerdem spricht er sich für die Beschränkung von Rohstoffimporten aus.
  • 4. - 10. 9.
    Auf dem VI. Reichsparteitag erklärt Hitler den Abschluss der "nationalsozialistischen Revolution". Neues Ziel der NSDAP sei die Schaffung einer Führerelite.
  • 12. 9.
    Die baltischen Staaten schließen einen Pakt zur Zusammenarbeit.
  • 18. 9.
    Die Sowjetunion wird Mitglied des Völkerbunds.
  • 19. 9.
    Die italienische Regierung richtet Jugendorganisationen für die militärische Vorausbildung vom achten bis zum 18. Lebensjahr ein.
  • 23. 9.
    Mit der Ernennung von Ludwig Müller (1883-1945) zum Reichsbischof bricht der Streit in der Evangelischen Kirche über die Haltung gegenüber der Regierung offen aus.
  • 26. 9.
    Der Passagierdampfer "Queen Mary" läuft als größtes Schiff der Welt in Clydebank (bei Glasgow) vom Stapel.
  • 27. 9.
    Frankreich, Großbritannien und Italien erklären gemeinsam die Notwendigkeit eines unabhängigen Österreich.  
OKTOBER
  • 6. 10.
    Nach Ausrufung des Generalstreiks und schweren Kämpfen zwischen rechten und linken Gruppen verhängt die spanische Regierung den Kriegszustand über das Land. In Barcelona rufen die Katalanen eine unabhänge Republik aus.
  • 9. 10.
    In Marseille wird König Alexander I. (1888-1934) von Jugoslawien von mazedonischen und kroatischen Nationalisten ermordet. Auch der französische Außenmininster Louis Barthou (1862-1934) kommt dabei ums Leben.
  • 15. 10.
    Der Verleger Samuel Fischer (1859-1934) stirbt in Berlin.
  • 16. 10.
    Die Bezeichnung "Führer" wird ausschließlich auf die Person Hitlers festgelegt.
  • Mit neuen Steuergesetzen werden kinderreiche Familien begünstigt.
  • 20. 10.
    Die Bekennende Kirche verkündet das Notrecht und will sich durch Schaffung eigener Organe der Einordnung in den NS-Staat entziehen.
  • 21. 10.
    Erste Großkundgebung der Sudetendeutschen Heimatfront mit etwa 20.000 Menschen in Leipa (heute: Ceská Lípa).
  • 31. 10.
    Der österreichische Bundeskanzler Schuschnigg erklärt den autoritären Ständestaat als notwendig zur Überwindung des Parteienstreits.  
NOVEMBER
  • 1. 11.
    Die Deutsche Kolonialgesellschaft erklärt die Wiederaufnahme einer deutschen Kolonialpolitik als reine Zeitfrage.
  • 3. 11.
    Die deutsche Regierung läßt weitere Kritiker ausbürgern, unter ihnen das ehemalige NSDAP-Mitglied Otto Strasser und den Kommunisten Erich Weinert (1890-1953).
  • 6. 11.
    Bei den Wahlen zum amerikanischen Repräsentantenhaus erringen die Demokraten einen deutlichen Sieg, der als Zustimmung für Roosevelts Politik gewertet wird.
  • 8. 11.
    Der französische Ministerpräsident Doumergue tritt zurück, weil er seine Pläne zur Beschränkung der Parlamentsrechte nicht durchsetzen kann. Sein Nachfolger wird Pierre Étienne Flandin (1889-1958).
  • 14. 11.
    Das britische Kriegsministerium kündet die Einrichtung von neuen Militärflughäfen an und schürt damit die kontroverse Debatte um eine Aufrüstung Großbritanniens.
  • 16. 11.
    Tod des Malers und Schriftstellers Joachim Ringelnatz in Berlin.
  • 25. 11.
    Der Dirigent Wilhelm Furtwängler, Direktor der Berliner Staatsoper, setzt sich in einem offenen Brief für den von den Nationalsozialisten verfemten Komponisten Paul Hindemith ein.
  • 26. 11.
    In Prag kommt es anläßlich der Schließung der deutschen Universität zu schweren Auseinandersetzungen zwischen deutschen und tschechischen Studenten.  
DEZEMBER
  • 1. 12.
    Der sowjetische Politiker Sergej Kirow (1886-1934) wird in Leningrad ermordet. Dies führt zur ersten Welle von Schauprozessen und zur Auflösung der innerparteilichen Opposition der KPdSU.
  • 3. 12.
    In Rom werden die internationalen Verhandlungen zur Volksabstimmung im Saargebiet abgeschlossen.
  • 4. 12.
    Furtwängler legt seine Ämter als Leiter der Berliner Philharmoniker und Direktor der Staatsoper wegen der Auseinandersetzungen mit den NS-Kulturbehörden nieder.
  • 6. 12.
    Hitler entlässt Gottfried Feder als Reichskommissar für das Siedlungswesen.
  • 12. 12.
    Für Studenten werden sportliche Prüfungen Pflichtbestandteil des Studiums.
  • 13. 12.
    Die Regierung verabschiedet ein "Gesetz zur Sicherung hochwertigen Erbguts von Waldbäumen".
  • 16. 12.
    Auf italienische Einladung findet in Montreux (Schweiz) ein Kongress der faschistischen Parteien Europas statt.  
AUßERDEM:
  • Jean Cocteau (1889-1963): Die Höllenmaschine (Drama)
  • Hans Fallada: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt (Roman)
  • Robert Graves (1895-1985): Ich, Claudius, Kaiser und Gott (Roman)
  • Gustaf Gründgens: Die Finanzen des Großherzogs (Film)
  • Alfred Hitchcock (1899-1980): Der Mann, der zuviel wußte (Film)
  • Henry Miller (1891-1980): Wendekreis des Krebses (Roman)

Dorlis Blume/Manfred Wichmann
2. Mai 2015

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