Das große Majestäts-Wappen führt einen zweimal
gespaltenen und dreimal geteilten Hauptschild. Dieser ist belegt
mit einem herzoglich gekrönten Mittelschild, in dem das Wappen
des Herzogtums Sachsen auf rotem Regalienfeld erscheint. Das Regalienfeld
ist rot tingiert und ohne Figur und symbolisiert den Besitz der
Herrscherwürde und des Rechtes über Leben und Tod.
Die Felder des Hauptschildes enthalten folgende Wappen:
Markgrafschaft Meißen
Landgrafschaft Thüringen
Pfalz Thüringen
Pfalz Sachsen
Herrschaft Pleißen
Grafschaft Voigtland
Grafschaft Orlamünde
Markgrafschaft Landsberg
Markgrafschaft Oberlausitz
Herrschaft Eisenberg
Burggrafschaft Altenburg
Gefürstete Grafschaft Henneberg
Auf dem Hauptschild stehen fünf goldene Spangenhelme. Der
mittlere trägt das Kleinod des Herzogtums Sachsen, einen
gekrönten Spitzhut, auf dem das Schildbild sich wiederholt
und in dessen Hutkrone ein Pfauenwedel gesteckt ist. Links davon
befindet sich der Helm der Markgrafschaft Meißen, darauf
ein rot-silbern gestreifter Mannesrumpf mit Mütze, an der
eine Pfauenquaste hängt. Rechts des Mittelhelms erscheint
der Helm der Landgrafschaft Thüringen, aus dem zwei silberne
Büffelhörner hervorragen, die mit je fünf grünen
Lindenzweigen besteckt sind. Neben Thüringen trägt der
Helm von Voigtland einen von Schwarz und Silber gespaltenen Brackenkopf,
der in die Helmdecke übergeht. Der letzte Helm zeigt das
Kleinod der Oberlausitz, einen aus der Helmkrone wachsenden Flügel,
auf dem das Schildbild sich wiederholt.
Um den Schild hängt die Kette mit dem Orden der Rautenkrone,
der zum Andenken an die Errichtung des Königtums von König
Friedrich August am 20. Juli 1807 gestiftet wurde. Als Schildhalter
dienen zwei, auf einander kreuzenden Aststäben stehende Löwen.
Auf dem grünen, um die Äste geschlungenen Band steht
die Devise des Ordens der Rautenkrone "PROVIDENTIAE MEMOR"
(Der Vorsehung eingedenk). Das Ganze wird beschattet von einem
Purpurbaldachin, dessen Kuppel die königliche Krone trägt.