Kunst und Kultur waren in Deutschland seit 1933 nicht mehr autonom, sondern sie standen im Dienst von Staat, Volk und Rasse. Moderne, avantgardistische Stilrichtungen in der Bildenden Kunst und in der Musik lehnten die Nationalsozialisten pauschal als "undeutsch" ab. Im Mai 1938 eröffnete in Düsseldorf die vom NS-Funktionär Hans Severus Ziegler (1893-1978) organisierte Ausstellung "Entartete Musik", die anschließend auch in Weimar, München und Wien gezeigt wurde. Die Musik der Moderne wie etwa von Gustav Mahler oder Arnold Schönberg wurde ebenso als "entartet" diffamiert wie die Musik jüdischer Künstler. Auf strikte Ablehnung der Nationalsozialisten stieß der als "Niggermusik" verunglimpfte Jazz.