Als die deutsche Wirtschaft 1923 unter der galoppierenden Inflation und der Belastung der Reparationszahlungen litt, verfasste der lettische Ökonom Carl Ballod (1864-1931) das Buch "Der Bankerott der freien Wirtschaft". Der in Berlin lehrende Professor, der zeitweise der USPD nahe stand, forderte darin eine Finanz- und Wirtschaftsreform für den Weg aus der Krise. Er propagierte die Eindämmung der freien Wirtschaft durch die Verstaatlichung privater Unternehmen.