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Der Brand von Moskau vom 15. bis 19. September 1812
Johann Christian Oldendorp (1772-1844)
Deutschlan, 1812-1817
Öl/Leinwand; 71 x 92 cm
© DHM, Berlin
Kg 61/4

Vor schwarzem Nachthimmel lodern die Flammen des brennenden Moskaus. Der Kreml, Sitz der Zaren, ist von den Flammen noch nicht erfasst. Die Feuer spiegeln sich in der Moskwa, an deren Ufer plündernde französische Soldaten zu sehen sind. Die Besetzung Moskaus erwies sich für Napoleon als Fehlschlag. Als der Kaiser und seine Armee am 14. September 1812 dort einzogen, fanden sie eine fast menschenleere Stadt vor. Die russische Regierung hatte die Räumung veranlaßt. Am Tag darauf brachen in der ganzen Stadt Brände aus, die erst nach fünf Tagen gelöscht werden konnten. Die Unterbringung von hunderttausenden von Soldaten und deren Verpflegung wurden zu einem Problem. Napoleons Ziel, mit der Besetzung Moskaus den Zaren zu einem Friedensvertrag zu zwingen, scheiterte. Das brennden Moskau als Zeichen des Sieges über Napoleon war nach 1812 ein häufiges und vielfach variiertes Thema.