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Eine Bäuerin verteilt Brot an Kriegsgefangene
Photographie
Claus Hansmann (geb. 1918)
Sowjetunion, 1941
DHM, Berlin

In deutsche Gefangenschaft zu geraten, bedeutete für mehr als die Hälfte der insgesamt 5,7 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen den Tod. Die Wehrmachtsführung hatte kaum Vorkehrungen für die zu erwartenden Kriegsgefangenen getroffen. Ihr massenhaftes Sterben wurde von vornherein in Kauf genommen. Allein zwischen dem Herbst 1941 und dem Frühjahr 1942 starben rund zwei Millionen sowjetische Gefangene bei mangelhafter Ernährung, katastrophalen Unterkünften und fehlender medizinischer Betreuung an Hunger und Kälte. Der Grafiker und Maler Claus Hansmann kam als Funker in einem Infanteriebataillon in der Sowjetunion zum Einsatz, wo er 1941 auch das verzweifelte Flehen der Rotarmisten nach Essbarem dokumentierte.