LeMO

 


Zusammenarbeit mit Schulen

LeMO kooperierte im Projektjahr 1999/2000, finanziert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und gefördert durch den Verein zum Aufbau eines deutschen Forschungsnetzes (DFN), mit Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet. Neben der konkreten Anwendung von LeMO im Unterricht stand der Aspekt des handlungsorientierten Lernens im Vordergrund. Die Ergebnisse und Erfahrungen sind auf den Seiten der Schulen abrufbar, die Beiträge zum Kollektiven Gedächtnis im LeMO-Archiv.

Auswahl der Schulen
Insgesamt wurden sieben Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet ausgewählt. Sie sollten bereits über Erfahrungen mit Internetanwendungen oder Internetprojekten verfügen. Einen ersten Anhaltspunkt bot das bisherige Internetangebot der Schulen. Es folgten konkrete Gespräche mit den entsprechenden Webmastern sowie interessierten Geschichtslehrern. In einem Workshop wurde für die Zusammenarbeit ein Zeitplan vereinbart. Danach sollte LeMO bis Februar 2000 in allen ausgewählten Schulen unterrichtsbegleitend zum Einsatz gekommen sein, bis Mai 2000 sollten die Schulbeiträge für das Kollektive Gedächtnis erarbeitet worden sein.

Betreuung
Die technische Betreuung erfolgte durch Mitarbeiter des ISST, die inhaltliche Beratung durch Projektmitarbeiter der beteiligten Museen. Das HdG war Ansprechpartner für die Schulen in Bonn, Braunschweig-Wolfenbüttel und Leipzig, das DHM für die Teilnehmer aus Berlin und Hamburg. Die Kommunikation zwischen den Projektbeteiligten wurde durch eine Mailing-Liste erleichtert, die alle teilnehmenden Lehrer sowie die LeMO-Projektmitarbeiter erfasste. Hier konnten Mitteilungen, Anregungen, Unterrichtsentwürfe sowie Fragen zwischen den Projektbeteiligten ausgetauscht werden. Zur Vertiefung der Zusammenarbeit wurden zwei weitere Workshops im Dezember 1999 sowie im März 2000 durchgeführt, die dem Erfahrungsaustausch und der Diskussion über den Einsatz von LeMO sowie der Vorbereitung und Planung der Schülerbeiträge zum Kollektiven Gedächtnis dienten.

Einsatz von LeMO im Unterricht
LeMO wurde in den beteiligten Schulen in den Sekundarstufen I und II, im Geschichts-, aber auch im Religions- und Kunstunterricht eingesetzt. Dabei zeigte sich, dass LeMO sich in die vorhandenen Richtlinien und Lehrpläne problemlos einbinden lässt.
LeMO wurde als Informationsquelle für Referate, zur Erarbeitung von Überblickswissen, zur Analyse von Bild- und Textdokumenten, zu Prüfungsvorbereitungen und im Religionsunterricht beispielsweise für die Materialsuche zum Thema "Krieg und Frieden" genutzt. Teilweise wurde in den Unterrichtsstunden ausschließlich mit LeMO gearbeitet, zum Teil wurden zusätzliche Lernmittel eingesetzt. Nach anfänglicher technischer Anleitung und inhaltlicher Schulung durch die Lehrer arbeiteten die Schüler selbständig mit LeMO.
Alle in LeMO präsentierten Geschichtsepochen des 20. Jahrhunderts kamen während des Erhebungszeitraums im Unterricht zum Einsatz. Das multimediale Informationsangebot auf den HTML-Seiten (Texte, Videos, Audios, Statistiken, Chroniken, Biographien etc.) wurde dabei von den Lehrern voll ausgeschöpft. Die dreidimensionalen Epochenräume (VRML-Welten) kamen aufgrund geringer technischer Ausstattung deutlich weniger zum Einsatz.
In nahezu allen Schulen war es den Schülern möglich, in Internet- bzw. Computer-AGs LeMO auch außerhalb des Unterrichts zu nutzen.

Kollektives Gedächtnis

Zur Erstellung von Beiträgen für das Kollektive Gedächtnis wurde ein Ablaufplan entwickelt.
  1. Themenwahl
  2. Konzept
  3. Auswahl der Interviewpartner, Objekte, Dokumente
  4. Durchführung der Interviews und Recherchen
  5. Digitalisierung der Video- und/oder Audiobeiträge, Objekte, Dokumente
  6. Aufbereiten der Daten für die Internet-Präsentation
  7. Einbindung/Umsetzung der Ergebnisse in ein einheitliches Web-Design
  8. ggf. Umsetzung eines Themenraumes in den VRML-Welten, inklusive Aufbereiten der zu präsentierenden Exponate
Die Arbeitsschritte 1 - 6 wurden von Lehrern und Schülern gemeinsam vorbereitet und mit dem Projekt LeMO abgestimmt, während die Arbeitsschritte 7. und 8. gemeinsam mit LeMO-Projektmitarbeitern realisiert wurden.

Rückkopplung
Zur Rückkopplung wurden zwei unterschiedliche Fragenkataloge entwickelt, die sich zum einen an die Lehrer, zum anderen an die Schüler richteten. Sie dienten der Evaluation des unterrichtsbegleitenden Einsatzes von LeMO, ihre Beantwortung war für die teilnehmenden Schulen verbindlich. Die Erfahrungen der Schüler und Lehrer sollten der Optimierung bei Technik, Navigation und Inhalt dienen.

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