Film

Ergens in Nederland

Gebrochene Sprache

Freitag, 13. Januar 2017, 21.00 Uhr

Zeughauskino

Ergens in Nederland

NL 1940, R: Ludwig Berger, B: Ludwig Berger, Jan de Hartog, K: Akos Farkas, M: Max Tak, D: Lily Bouwmeester, Jan de Hartog, Matthieu van Eysden, Cruys Voorbergh, Fien de la Mar, Rini Otte, 86’ · DCP, OmU

FR 13.01. um 21 Uhr + DI 24.01. um 20 Uhr

In den 1930er Jahren erlebte der krisengeschüttelte niederländische Film eine kurze Blüte, vor allem, weil zahlreiche Emigranten mit Erfahrung im deutschen und österreichischen Filmgeschäft in das kleine Land kamen und dort arbeiteten. Der ins Exil getriebene deutsche Regisseur Ludwig Berger hatte in den Niederlanden bereits 1936/37 Pygmalion mit Lily Bouwmeester in der Hauptrolle gedreht und der Filmindustrie damit zu einem großen Erfolg verholfen. Zwischenzeitlich suchte Berger sein Glück in Frankreich und England, kehrte dann aber in die Niederlande zurück und drehte Anfang 1940 in Zusammenarbeit mit der Königlichen Holländischen Marine das Marine- und Ehedrama Ergens in Nederland. Der junge Schriftsteller und Co-Autor des Drehbuchs Jan de Hartog spielte einen Minenentschärfer, und erneut Lily Bouwmeester seine Ehefrau, die sich aus Einsamkeit einem Schauspieler zuwendet. Das Plädoyer für die allgemeine Mobilisierung des Landes wurde im April 1940 uraufgeführt. Nur wenige Wochen später, nach dem Einmarsch der Deutschen und der niederländischen Kapitulation im Mai, wurde der Film verboten. Ludwig Berger überlebte Okkupation und Krieg versteckt im niederländischen Exil. (obr)

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