Film

Blonder Tango

Gebrochene Sprache

Freitag, 20. Januar 2017, 18.30 Uhr

Zeughauskino

Blonder Tango

DDR 1986, R/B: Lothar Warneke, nach dem gleichnamigen Roman von Omar Saavedra Santis, K: Thomas Plenert, M: Gerhard Rosenfeld, Roberto Rivera, D: Alejandro Quintana, Gerhard Meyer, Karin Düwel, Johanna Schall, Steffie Spira, Trude Brentina, 120’ · 35 mm

FR 20.01. um 18.30 Uhr

Von der chilenischen Militärjunta ins Exil getrieben, führt Rogelio ein verzweifeltes Leben als Exilant in Mecklenburg: Er ist noch immer ein Fremder in Deutschland, und die Sängerin, die er anhimmelt, erwidert seine Liebe nicht. In Briefen an seine Mutter schildert er jedoch ein vermeintlich glückliches Leben in der Emigration, in dem er seine große Liebe heiratet und sie sogar ein Kind bekommen. Eines Tages erhält Rogelio einen Brief aus seiner Heimat, der alles auf den Kopf stellt.

Nach der Vorlage des Exil-Chilenen Omar Saavedra Santis erzählt Lothar Warneke von großen Lügen, verlorener Liebe und der Unmöglichkeit des Glücklichseins in der Fremde: „Das Buch hat mich gleich beim ersten Lesen fasziniert. Es ist sehr sinnlich geschrieben und deshalb ganz in der Nähe von Kino.“ (Junge Welt, 20.4.1986). Hauptdarsteller Alejandro Quintana, dessen Schauspiel dem Film Sinnlichkeit und Authentizität verleiht, war vor der chilenischen Militärdiktatur in die DDR geflohen. Lothar Warneke: „Allein, wie er sich bewegt, wie er tanzt. Da geht ein Feuerwerk los. Da spürt man gleich den Atem des anderen Kontinents.“ (ebd.). (obr)

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