Film

Abdul the Damned

Gebrochene Sprache

Sonntag, 29. Januar 2017, 20.00 Uhr

Zeughauskino

Abdul the Damned

GB 1935, R: Karl Grune, B: Ashley Dukes, Roger Burford, Warren Chetham-Strode, Fritz Kortner, K: Otto Kanturek, M: Hanns Eisler, D: Fritz Kortner, Esme Percy, Nils Asther, John Stuart, Adrienne Ames, Walter Rilla, 111’ · 35 mm, OF

SO 29.01. um 20 Uhr + DI 31.01. um 20 Uhr

Der Österreicher Fritz Kortner, herausragender Darsteller des deutschen Theaters und Films, emigrierte wegen zunehmender antisemitischer Anfeindungen 1934 nach London und spielte dort die Hauptrolle in Karl Grunes orientalischem Tyrannendrama Abdul the Damned, an dessen Drehbuch er (ungenannt) mitwirkte. Grune war seinerseits im Vorjahr ins britische Exil gegangen, und zahlreiche weitere Emigranten wirkten an dem Film mit, so unter anderem Grunes Schwager, der ehemalige Emelka-Produzent Max Schach sowie der Kameramann Otto Kanturek.

Abdul the Damned erzählt die Geschichte des intriganten und grausamen osmanischen Tyrannen Abdul Hamid, auch der „rote Sultan“ genannt, der seine Gegenspieler schonungslos aus dem Weg räumt, eine Analogie zu Hitlers Umgang mit innerparteiischen Gegnern und zur Ermordung Ernst Röhms im Juli 1934. Die britischen Zensurbehörden sorgten sich darum, ob der Film durch seine Darstellung historischer Figuren die Türkei beleidigen könne. „Fritz Kortner ist der einzige Schauspieler auf der ganzen Welt, der Abdul spielen konnte. Jede einzelne Geste, jeder Tonfall und jeder Wechsel im Ausdruck passt hundertprozentig.“ (The Sunday Times, 3.3.1935). (obr)

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