Film

Bilderwelten, Künstler und Künste

Karlheinz Mund

Sonntag, 10. September 2017, 18.30 Uhr

Zeughauskino

Spielzeug für die Schwächeren DDR 1986, R: Karlheinz Mund, B: Karlheinz Mund, Andreas Voigt, K: Rainer M. Schulz, 17‘ · 35mm

Stadtlandschaften DDR 1981, R: Karlheinz Mund, B: Karlheinz Mund, Christian Lehmann, Wolfgang Thierse, K: Christian Lehmann, 31‘ · 35mm

„Ein Bild malen ist wie Mais anbauen“ – Bauernmalerei aus Nikaragua DDR 1985, R/B: Karlheinz Mund, K: Wolfgang Dietzel, 21‘ · 35mm

Geschichte eines Bildes „Der Turm der blauen Pferde“, Franz Marc, 1913 DDR 1989, R: Karlheinz Mund, B: Rolf Liebmann, K: Christian Lehmann, 21‘ · 35mm

SO 10.09. um 18.30 Uhr · Einführung: Fabian Tietke

Spielzeug für die Schwächeren: Eine Sonneberger Meisterin der erzgebirgischen Holzschnitzkunst bei ihrer mühevollen Arbeit. Sie schnitzt Spielzeugfiguren, ausschließlich für Kinder. Handwerk plus Volkskunst plus Schönheit.

Auch sie sind Individualisten: Die Maler Uwe Pfeifer, Klaus Magnus und Konrad Knebel zeigen in Stadtlandschaften ihre sehr unterschiedlichen Bilder und sprechen über ihre Arbeit: Stadtlandschaften, Ansichten von Großstadtstraßen, wenig Menschen. Die Architekturen vergangener Zeiten verweisen auf steingewordenes gelebtes Leben.

Farbenfroh dagegen die Bilder naiver Laienmaler in Nikaragua, die von den Botschaften des damaligen Befreiungstheologen und Dichters Ernesto Cardenal beeinflusst wurden. Die malenden Bauern fabulieren ihre sozialen Utopien in kräftigen Farben und unbekümmert-heiteren Figuren.

Auch das Gemälde Der Turm der blauen Pferde von Franz Marc, das vom NS-Regime als entartete Kunst diffamiert wurde und seit 1945 verschollen ist, lebte von kräftigen Farben. Eine in den 1980er Jahren in Kaunas aufgetauchte Kopie des verschollenen Originals regte an, Hintergründe und Bedingungen der Entstehung dieses berühmten Gemäldes darzustellen und Maler und Bild historisch einzuordnen. Der kunsthistorische Exkurs wird zum zeitgeschichtlichen Abriss. (ga)

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