Film

Dokumente der Okkupation und des Protests

verschiedene Kurzfilme , 66'

Dienstag, 21. August 2018, 20.00 Uhr

Zeughauskino

Dejiny na osm Geschichte der Acht CS 1968, R: Václav Táborský, 12‘ · Digital SD, OmU

Zmatek Die Konfusion CS 1968, R: Evald Schorm, 36‘ · DCP, OmeU

Ticho Stille CS 1969, R: Milan Peer, 11‘ · Digital SD

Jan 69 CS 1969, R: Stanislaw Milota, 7’ · Digital SD

DI 21.08. um 20 Uhr · Einführung: Bernd Buder

Wer auch nur annähernd verstehen will, was die Niederschlagung des Prager Frühlings und der landesweite Protest dagegen bedeutete, muss sich diesem dokumentarischen Kurzfilmprogramm zuwenden, das allein deshalb rar ist, da die Filme für Jahrzehnte weggeschlossen waren und einige von ihnen sogar als verloren galten. Es ist überzeugten Archivaren (wie Myrtil Frída), die ihr Leben für die Rettung von Kopien aufs Spiel setzten, mitzuverdanken. Zeitlich ist das Programm angesiedelt zwischen der ‚Magischen Acht‘, die der tschechoslowakischen Geschichte so viel zugemutet hat (D?jiny na osm von Václav Táborský sowie Schorms illegale Footage-Kompilation über den Protest gegen die Warschauer-Pakt-Panzer Zmatek) und dem symbolischen Jahr danach, 1969, als die Trauer anlässlich von Jan Palachs Selbstverbrennung tagelang in eine riesige, spontane Massendemonstration mündete. Diese dokumentiert – mit rasender und doch von Pathos angeführter Kamera – Jan 69 von Stanislav Milota, diese besingt Bohdan Mikolášek in Milan Peers Ticho – „Stille“ ist eingekehrt, Sprachlosigkeit, denn: „Ein lebendiger Mensch ist gestorben, die Toten sind dafür am Leben geblieben.“ (bw)

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