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Am 28. Mai 1695 ließ Kurfürst
Friedrich III. von Brandenburg (ab 1701 König
Friedrich I. in Preußen) den Grundstein
zum Berliner Zeughaus legen. Erster Baumeister
war Johann Arnold Nering. Ihm folgten Martin Grünberg
und von 1698 bis 1699 Andreas Schlüter. In
seiner äußeren Gestalt vollendete es
schließlich Jean de Bodt im Jahr 1706. Die
endgültige Fertigstellung zog sich bis 1730
hin.
Das Zeughaus ist das älteste
Gebäude des Prachtboulevards Unter den Linden.
Es zählt zu den schönsten profanen Barockbauten
Norddeutschlands und verdankt seinen besonderen
Platz in der Baugeschichte dem hohen Rang der
bildhauerischen Arbeiten.
Von 1731 bis 1876 nutzte das
preußische Militär das Zeughaus als
Waffenarsenal. Das Haus diente der Unterbringung
von Kriegswerkzeugen, Kriegsbeute und Trophäen.
Schon im 18. Jahrhundert war es das größte
Waffendepot Brandenburg-Preußens.
Nach 1815 begann unter der Leitung
Karl Friedrich Schinkels eine umfangreiche Umgestaltung,
bei der Johann Gottfried Schadow mit der Leitung
der Restaurierungsarbeiten am Skulpturenschmuck
betraut wurde.
Seit 1831 war die 1828 im Zeughaus
eingerichtete "Königliche Waffen- und
Modellsammlung" für die Öffentlichkeit
zugänglich.
Auf Wunsch Kaiser Wilhelms I.
baute Friedrich Hitzig das Zeughaus zwischen 1877
und 1880 zur "Ruhmeshalle der brandenburgisch-preußischen
Armee" um. Ihren Abschluss fand die umfangreiche
künstlerische Ausgestaltung erst 1891. Das
alte preußische Waffenarsenal war damit
auch ein Museum der preußischen Geschichte
mit einer bedeutenden militärhistorischen
Sammlung geworden. Nach den ersten Weltkrieg wurde
das Zeughaus, das zuvor dem Kriegsministerium
unterstanden hatte, nunmehr als "Staatliches
Zeughaus" den "Preußischen Kunstsammlungen"
angegliedert.
1939 gingen die Heeresmuseen
in Berlin, München und Dresden an die Wehrmacht.
Im Zeughaus wurde fortan deutsches Heldentum,
wie es die Nationalsozialisten verstanden, beschworen.
Aufmärsche und Gedenkfeiern im Lichthof gehörten
bis 1944 zur deutschen Kriegspropaganda.
Bomben- und Granateinschläge
beschädigten 1944/45 das Gebäude schwer.
1945 löste die Alliierte
Kommandantur das "Kriegsmuseum" Zeughaus
auf. Der Wiederaufbau geschah von 1948 bis 1965.
Von 1952 bis 1990 hatte das vom
ZK der SED gegründete "Museum für
Deutsche Geschichte" seinen Sitz im Zeughaus.
Die Zielsetzung des Museums war die Vermittlung
des marxistisch-leninistischen Geschichtsbildes.
Als zentrales Geschichtsmuseum der DDR entfaltete
es eine entsprechende Ausstellungs- und Sammlungsaktivität.
Im September 1990 wurde das Museum von der letzten
Regierung der DDR aufgelöst.
Nach dem Fall der Berliner Mauer
und der Auflösung des Museum für Deutsche
Geschichte erhielt das 1987 von der Bundesregierung
und Berlin gegründete Deutsche Historische
Museum das repräsentative Gebäude und
die Sammlungen des MfDG.
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