Ludwig Hauschild
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Peter Daniel Ludwig Hauschild wurde am 19. Januar 1791 als Sohn des Pfarrers Christian Ludwig Hauschild (1755-1819) vermutlich in Dreetz bei Neustadt an der Dosse geboren.

Hauschild schrieb sich unter der Matrikel-Nummer 151 des 2. Rektorats als Student der Theologie am 24. Oktober 1811 an der Universität in Berlin ein. Im Februar 1813 unterbrach er sein Studium, folgte dem Aufruf des preußischen Königs, Friedrich Wilhelms III., zur Bildung freiwilliger Jägerkorps und nahm an den Feldzügen der Verbündeten 1813 und 1814 gegen Napoleon teil. Er trat in das Jäger-Detachement des Normal-Infanterie-Bataillons ein, das in 1. Bataillon des 2. Garde-Regiments zu Fuß umbenannt wurde. Nach der Schlacht bei Bautzen am 20./21. Mai 1813 wurde Hauschild im Juni zum Sekonde-Lieutenant befördert, blieb aber als Offizier beim Detachement.

Die Detachements der freiwilligen Jäger löste Friedrich Wilhelm III. nach dem Friedensschluss in Paris 1814 wieder auf. Hauschild setzte darauf sein Studium an der Universität in Berlin bis April 1815 fort. Erst von November 1817 bis April 1819 ist Ludwig Hauschild wieder in den Matrikeln der Universität als Student der Theologie verzeichnet.* An den Treffen des Berliner Vereins der ehemaligen Freiwilligen Jäger nahm er in den Jahren 1838 bis 1841 teil.

1825 ist Hauschild als Professor am Kadettenkorps in Berlin nachweisbar, und seit 1836 unterrichtete er dort als Lehrer Geschichte und Deutsche Sprache. Später wurde er Bibliothekar der Kadettenanstalt und hatte diese Funktion bis zu seinem Tode inne.*² Er verstarb am 6. Mai 1862 in Berlin.

* Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsarchiv, Theologische Fakultät, Studentenlisten 1810-1857, Matrikel-Nr.: 151

Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsarchiv, Rektorat, Matrikel 1810-1826, Matrikel-Nr.: 106

*² Crousaz, A.v.: Geschichte des Königlich Preußischen Kadetten-Corps, nach seiner Entstehung, seinem Entwicklungsgange und seinen Resultaten, Berlin 1857, S. 324 u. 336