Schriftzug - Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (SFVV)
Eine internationale Version der Homepage erscheint in Kürze.

Pressemitteilungen

 

Berlin, 14. Dezember 2011

 

Ausstellung zum Architektenwettbewerb noch wenige Tage im Berliner Deutschlandhaus zu sehen

 

Die Ausstellung zum Architektenwettbewerb für den Umbau des Deutschlandhauses zu einem Ausstellungs- und Dokumentationszentrum der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung ist noch bis Sonntag, 18. Dezember, im Deutschlandhaus in Berlin zu sehen. Die Ausstellung präsentiert die 21 eingereichten Entwürfe deutscher und internationaler Architekturbüros anhand von Schautafeln und Modellen. Zu sehen ist auch der Entwurf des österreichischen Architektenbüros Marte.Marte, das den Wettbewerb Ende November für sich entscheiden konnte.

 

Stiftungsdirektor Prof. Dr. Manfred Kittel erklärte: „Der Entwurf von Marte.Marte überzeugt auch deshalb, weil er sowohl an die Geschichte des Deutschlandhauses anknüpft als auch deutlich macht, dass mit der Eröffnung des Ausstellungs- und Dokumentationszentrums in einigen Jahren ein neues Kapitel in der Geschichte des Hauses aufgeschlagen wird. Die Erhaltung wichtiger denkmalgeschützter Gebäudeteile des früheren Begegnungszentrums der Berliner Landsmannschaften unterstreicht die Richtigkeit der vor einigen Jahren getroffenen Entscheidung für einen authentischen Standort der neuen Einrichtung, in der es auch um die Geschichte der Integration der deutschen Vertriebenen gehen wird. Der zeitgemäße Museumskubus verweist gleichzeitig auf die neue Bestimmung des Hauses als Ausstellungs- und Dokumentationszentrum zu Flucht und Vertreibung, zu den historischen Kontexten sowie zu den europäischen Dimensionen der Thematik im 20. Jahrhundert.“

 

Marte.Marte Architekten gelingt es mit ihrem Entwurf, das Deutschlandhaus von einem reinen Bürogebäude in ein Gebäude zu verwandeln, das in Zukunft allen Bedürfnissen eines modernen Ausstellungs- und Dokumentationszentrums gerecht wird. Auf einen einladenden Eingangsbereich folgen großzügig dimensionierte und klar strukturierte Räume für die unterschiedlichen Arbeitsbereiche der Stiftung: Dauerausstellung, Wechselausstellung, Veranstaltungssaal, Räume für pädagogische Angebote und Dokumentationszentrum mit Bibliothek sind funktional angeordnet.

 

-----------------------------------------
Ausstellung Architektenwettbewerb
Ausstellungsdauer: 30. November bis 18. Dezember 2011
Ausstellungsraum: Deutschlandhaus, Erdgeschoss, Anhalter Straße 20, 10963 Berlin
Öffnungszeiten: täglich von 11-19 Uhr, Eintritt frei

 

Kontakt:
Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Leonie Mechelhoff
Tel. +49 (0)30 ‑ 206 29 98 ‑ 11
Fax +49 (0)30 ‑ 206 29 98 ‑ 99
veranstaltungen@ s f v v .de

 

Download: Pressemitteilung vom 14. Dezember 2011 (.pdf)

 


 

Berlin, 30. November 2011

 

Architekturbüro Marte.Marte aus Österreich soll Deutschlandhaus für Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung umbauen

 

Nach Verhandlungsgesprächen mit den beiden erstplatzierten Architekturbüros am 29. November beabsichtigt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) im Auftrag der Auslober (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien) den Umbau des Deutschlandhauses für die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung zusammen mit Marte.Marte Architekten ZT GmbH aus Weiler (Österreich) zu realisieren. Das Preisgericht unter Vorsitz des Architekten Hanno Chef Hendriks hatte in seiner Sitzung am 4. November 2011 die beiden Entwürfe der Büros Marte.Marte Architekten ZT GmbH und F29 Architekten GmbH aus Dresden mit zwei ersten Preisen ausgezeichnet.

 

Der Entwurf von Marte.Marte geht davon aus, dass die Struktur und Konstruktion des bestehenden Gebäudes nicht dem Ideal eines Museumbaus entspricht. Er reduziert dementsprechend konsequent den Bestand ausschließlich auf die historisch wertvolle Substanz im Bereich der Straßenfassaden Stresemannstraße und Anhalter Straße. Der Rest des Gebäudes weicht einem zeitgenössischen Museumsbau mit frei bespielbaren Ausstellungsflächen.

 

Stiftungsdirektor Prof. Dr. Manfred Kittel erklärte heute bei der Ausstellungseröffnung der Wettbewerbsentwürfe: „Der Entwurf von Marte.Marte spricht ein deutsches und europäisches Publikum gleichermaßen an und macht auch in den Berliner Stadtraum hinein die neue Bestimmung des Deutschlandhauses als Ausstellungs- und Dokumentationszentrum zum Thema Flucht und Vertreibung deutlich.“

 

Die Ausstellung der Wettbewerbsentwürfe ist vom 30. November bis zum 18. Dezember 2011 im Deutschlandhaus zu sehen.

 

-----------------------------------------
Ausstellung Architektenwettbewerb
Ausstellungsdauer: 30. November bis 18. Dezember 2011
Ausstellungsraum: Deutschlandhaus, Erdgeschoss, Anhalter Straße 20, 10963 Berlin
Öffnungszeiten: täglich von 11-19 Uhr, Eintritt frei

 

Kontakt:
Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Leonie Mechelhoff
Tel. +49 (0)30 ‑ 206 29 98 ‑ 11
Fax +49 (0)30 ‑ 206 29 98 ‑ 99
veranstaltungen@ s f v v .de

 

Download: Pressemitteilung vom 30. November 2011 (.pdf)

 


 

Berlin, 5. November 2011

 

Jury vergibt zwei erste Preise für den Wettbewerb zum Umbau des Deutschlandhauses

 

Der Architektenwettbewerb zum Umbau des Berliner Deutschlandhauses für das Ausstellungs-, Dokumentations- und Informationszentrum der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung ist beendet. Das Preisgericht unter Vorsitz des Architekten Hanno Chef-Hendriks zeichnete in seiner Sitzung am 4. November die beiden Entwürfe der Büros Marte.Marte Architekten ZT GmbH (Weiler/Österreich) und F29 Architekten GmbH (Dresden) einstimmig als qualitativ gleichwertig mit zwei ersten Preisen aus. Beide Entwürfe sind funktional und gestalterisch hochwertig und erreichen mit einem jeweils anderen Ansatz eine geeignete Nutzung des Gebäudes. Die Jury empfahl der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Auslober des Wettbewerbs einen der Entwürfe zu realisieren.

Im bundeseigenen Deutschlandhaus, das um 1930 erbaut und 1960 nach Kriegszerstörungen wieder errichtet wurde, sind für die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung ca. 3.300 qm für Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Büroflächen sowie eine Mediathek vorgesehen. Außerdem werden Büros für weitere Nutzer mit einer Fläche von ca. 2.000 qm in den oberen Etagen untergebracht.

Die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung ist am 30. Dezember 2008 mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Errichtung einer Stiftung Deutsches Historisches Museum als unselbständige Stiftung des öffentlichen Rechts in Berlin errichtet worden. Ihr Ziel ist es, „im Geiste der Versöhnung die Erinnerung und das Gedenken an Flucht und Vertreibung im 20. Jahrhundert im historischen Kontext des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Expansions- und Vernichtungspolitik und ihren Folgen wach zu halten“. Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung als Hauptakzent der Stiftungsarbeit sollen in die Geschichte europäischer Zwangsmigrationen im 20. Jahrhundert eingebettet werden.

Eigentümer des Deutschlandhauses und Bauherr ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) mit der baufachlichen Realisierung des Projektes beauftragt hat.

----------------------------------------- 

 

Wettbewerbsgewinner
Im Rahmen eines internationalen Architektenwettbewerbs wurden 21 Entwürfe mit Modellen und Plänen vorgelegt. Das Preisgericht unter Vorsitz von Hanno Chef-Hendriks benannte am 4. November 2011 folgende Preisträger:

1. Preis: Marte.Marte Architekten ZT GmbH, Weiler/Österreich
1. Preis: F29 Architekten GmbH, Dresden
3. Preis: kister scheithauer gross, Architekten u. Stadtplaner GmbH, Leipzig

Anerkennungen erhielten die folgenden vier Büros:
- ATELIER 30 Architekten GmbH, Kassel
- wulf & partner, Stuttgart
- Anderhalten Architekten GbR, Berlin
- MGF Architekten GmbH, Stuttgart

-----------------------------------------


In dem Preisgericht haben mitgewirkt:

Fachpreisrichter
1. Peter Brückner, Tischenreuth / Würzburg
2. Hanno Chef-Hendriks, Stuttgart
3. Prof. Ute Frank, Berlin
4. Andreas Hild, München
5. Katrin Hootz, München
6. Karl Hufnagl, Berlin
7. Andre Kempe, Rotterdam
8. Rainer Ottinger, Braunschweig
9. Alfred Niewenhuizen, Berlin
10. Andrea Wandel, Saarbrücken

Sachpreisrichter
1. MinDir´n Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel, Abteilungsleiterin BKM
2. Klaus Brähmig, MdB, Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU – Fraktion im Deutschen Bundestag
3. Dr. Michael Dorrmann, Ausstellungskurator der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung
4. Volker Dürr, Dipl.-Ing. Arch., Altbundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen
5. Dr. Jürgen Gehb, Vorstandssprecher der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
6. MDir Günther Hoffmann, Abteilungsleiter, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
7. Prof. Dr. Manfred Kittel, Direktor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung
8. Rita Ruoff-Breuer, Präsidentin des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung 9. Dr. Wolfgang Thierse, MdB, Vizepräsident des Deutschen Bundestages

-----------------------------------------


Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten
Am 30. November 2011, 11 Uhr, wird eine Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten im Deutschlandhaus eröffnet, zu der wir Sie herzlich einladen.
Ausstellungsraum: Deutschlandhaus, Erdgeschoss, Anhalter Straße 20, 10963 Berlin Ausstellungsdauer: 30.11 bis 18.12.2011
Öffnungszeiten: täglich von 11-19 Uhr, Eintritt frei.

-----------------------------------------

 

Detaillierte Informationen und Fotos zum Wettbewerb finden Sie ab dem
7. November 2011 unter www.bbr.bund.de

 

 

Download: Pressemitteilung vom 5. November 2011 (.pdf)

 


 

Berlin, 29. Juni 2011

 

Architektenwettbewerb für das Berliner Deutschlandhaus erfolgreich gestartet

 

Der Architektenwettbewerb für die Sanierung und den Umbau des Deutschlandhauses, dem künftigen Standort des Ausstellungs-, Informations- und Dokumentationszentrums der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (SFVV), ist erfolgreich gestartet. Nach einem offenen Bewerberverfahren wurden Anfang Juni 25 nationale und internationale Architekturbüros zur Teilnahme ausgewählt.

 

Heute Vormittag begrüßte der Stiftungsratsvorsitzende der SFVV, Staatsminister Bernd Neumann, die Mitglieder des Preisgerichts zu einer Vorbesprechung im Deutschlandhaus. Diese Jury setzt sich aus zehn Architekten als Fachpreisrichter und neun Sachpreisrichtern zusammen, darunter drei Bundestagsabgeordnete, der Staatsminister selbst, ein Vertreter des Bundes der Vertriebenen und der Direktor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung.

 

Staatsminister Bernd Neumann betonte: „Es ist unser gemeinsames Ziel, dass sich die Stiftung auch in ihrem äußeren Erscheinungsbild als angemessener Ort der Dokumentation, des Erinnerns und des lebendigen Meinungsaustausches präsentieren kann.“

 

Am Nachmittag hatten Vertreter der teilnehmenden Architekturbüros die Gelegenheit, das Gebäude in Augenschein zu nehmen und an einem Rückfragenkolloquium zur Ausschreibung teilzunehmen.

 

Das Preisgericht soll am 4. November 2011 tagen und über den Siegerentwurf entscheiden. Anschließend ist eine Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten vorgesehen.

 

Stiftungsdirektor Prof. Manfred Kittel erklärte: „Auch wenn im Deutschlandhaus viele Schrecken der Vergangenheit und viele Mühen der Integration von Flüchtlingen dokumentiert werden, so ist dieses Haus doch in die Zukunft gerichtet. Es will einen Beitrag leisten, um an das Unrecht der Vertreibung zu erinnern und Vertreibung als gewalttätiges und völkerrechtswidriges Mittel der Politik zu ächten. Mit dem Start des Architektenwettbewerbs ist ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Realisierung eines Ausstellungs- und Dokumentationszentrums zum Thema Flucht und Vertreibung in Berlin erreicht.“

 

Download: Pressemitteilung vom 29. Juni 2011 (.pdf)

 


 

Berlin, 28. Januar 2011

 

Wissenschaftlicher Beraterkreis der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung nimmt Arbeit auf

 

Heute hat in Berlin die konstituierende Sitzung des neuen, erweiterten Wissenschaftlichen Beraterkreises der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung stattgefunden. Der Stiftungsratsvorsitzende, Staatsminister Bernd Neumann, begrüßte die Mitglieder des Beraterkreises aus Deutschland, Polen, der Schweiz, Ungarn und den USA in der Geschäftsstelle der Stiftung.

 

Staatsminister Bernd Neumann erklärte: „Ich halte das Stiftungsprojekt für eines der anspruchsvollsten historischen und musealen Vorhaben der Bundesrepublik Deutschland. Gerade vor diesem Hintergrund kann man die Bedeutung einer breiten und internationalen wissenschaftlichen Fundierung nicht hoch genug einschätzen. Sie dient der Versachlichung der Diskussion und einem konstruktiven Kurs, der für die Arbeit Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung erforderlich ist.“

 

Das internationale Fachgremium wählte Prof. Dr. Stefan Troebst (Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig) zum Vorsitzenden und Prof. Dr. Joachim Scholtyseck (Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bonn) zum stellvertretenden Vorsitzenden.

 

In der Sitzung diskutierten die Mitglieder über das von der Stiftung vorgelegte Eckpunkte-Papier für die künftige Arbeit der Bundesstiftung und die geplante Dauerausstellung. Sie verständigten sich darauf, wie in den kommenden Monaten bezüglich der Weiterentwicklung der Konzeption verfahren werden soll. Die nächste Sitzung ist noch im März 2011 geplant.

 

Stiftungsdirektor Prof. Dr. Manfred Kittel betonte: „Nach einmütiger Auffassung des neuen und erweiterten Wissenschaftlichen Beraterkreises verlief die erste Sitzung sehr konstruktiv. Durch die Einbeziehung breit ausgefächerter wissenschaftlicher Erkenntnisse der aktuellen internationalen Diskussion hat die inhaltliche Arbeit wichtige Impulse erhalten. “

 

Download: Pressemitteilung vom 28. Januar 2011 (.pdf)

 


 

PRESSE- UND INFORMATIONSAMT DER BUNDESREGIERUNG
PRESSEMITTEILUNG

 

Stiftungsrat der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ beruft neuen Wissenschaftlichen Beraterkreis

 

Berlin, 22. November 2010

 

Unter Vorsitz von Staatsminister Bernd Neumann hat der Stiftungsrat der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ in seiner 2. Sitzung heute 15 Experten aus Deutschland, Polen, der Schweiz, Ungarn und den USA für den Wissenschaftlichen Beraterkreis benannt. Dieser Beschluss wurde mit 18 Ja- und einer Nein-Stimme gefasst.

 

Im Anschluss an die Sitzung erklärte Staatsminister Bernd Neumann: „Die Berufung des erweiterten Wissenschaftlichen Beraterkreises stellt einen wichtigen Schritt dar, um die Arbeit der Stiftung durch unabhängige wissenschaftliche Expertise fachlich zu begleiten. Sämtliche Stiftungsratsmitglieder haben es begrüßt, dass es gelungen ist, ausgewiesene und international erfahrene Experten für die Mitwirkung zu gewinnen. Besonders erfreulich dabei ist, dass insbesondere drei osteuropäische Wissenschaftler, Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz, Prof. Dr. Piotr Madajczyk, Dr. Kristián Ungváry sowie der Direktor des Jüdischen Museums und des Fritz-Bauer-Instituts, Frankfurt/Main, Prof. Dr. Raphael Gross, ihre Bereitschaft erklärt haben, in diesem Gremium mitzuwirken. Ich bin davon überzeugt, dass die Realisierung der Ausstellungs- und Dokumentationsstätte `Flucht, Vertreibung, Versöhnung` in Berlin durch diesen international und hochkarätig besetzten Beraterkreis wichtige und weiterführende Impulse erhalten wird.“

 

Der Wissenschaftliche Beraterkreis war durch die Neufassung des Gesetzes zur Errichtung einer Stiftung „Deutsches Historisches Museum“ (DHMG) vom 14. Juni 2010 auf bis zu 15 Mitglieder erweitert worden. Aufgabe dieses Gremiums ist es, den Stiftungsrat und den Direktor der Stiftung in fachlichen Fragen zu beraten. Dazu wird die weitere Bearbeitung des sogenannten Eckpunktepapiers gehören, das vom Stiftungsrat am 25. Oktober einmütig als Diskussionsgrundlage für die Stiftungsarbeit beschlossen worden war. Die konstituierende Sitzung des Beraterkreises soll im Januar 2011 einberufen werden. Ziel ist es, das Eckpunktepapier in einer endgültigen Fassung noch vor der Sommerpause 2011 dem Stiftungsrat vorzulegen.

 

Folgende Mitglieder wurden in den Wissenschaftlichen Beraterkreis berufen:

 

Dr. Peter Becher

Adalbert Stіfter Verein, München

Prof. Dr. Marina Cattaruzza

Professorin für Neueste Geschichte an der
Universität Bern

Dr. Alfred Eisfeld

Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen
in Nordosteuropa (IKGN), Lüneburg

Prof. Dr. Raphael Gross

Direktor des Jüdischen Museums und des Fritz-Bauer-Instituts, Frankfurt/Main, des Leo-Baeck-Instituts, London; Professor am Historischen Seminar der Universität Frankfurt/Main

Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll

Professor für Europäische Geschichte des 19.
und 20. Jahrhunderts an der Universität Chemnitz

Prof. Dr. Piotr Madajczyk

Leiter der Arbeitsgruppe Deutschland am Institut
für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau, Professor an der Lazarski University

Prof. Dr. Hans Maier

Professor em. für christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie an der Universität München; Bayerischer Staatsminister a.D. für Unterricht und Kultus

Prof. Dr. Norman Naimark

Professor für Osteuropäische Studien an der Universität Stanford

Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz

Professor für Zeitgeschichte an der Universität Wrocław

Prof. Dr. Joachim Scholtyseck

Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Bonn

Prof. Dr. Michael Schwartz

Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Münster

Prof. Dr. Matthias Stickler

Professor für Neueste Geschichte an der Universität Würzburg

Prof. Dr. Stefan Troebst

Professor für Kulturstudien Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig

Dr. Krisztián Ungváry

Institut für die Erforschung der ungarischen Revolution 1956, Budapest

Prof. Dr. Michael Wildt

Professor für deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Humboldt-Universität Berlin

 

Download: Pressemitteilung vom 22. November 2010 (.pdf)

 


 

Pressemitteilung
Berlin, 25. Oktober 2010

 

Stiftungsrat begrüßt Eckpunkte für die Arbeit der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung und die geplante Dauerausstellung

 

Heute fand in Berlin die konstituierende Sitzung des erweiterten Stiftungsrates der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung unter Vorsitz des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, statt. Der Stiftungsrat begrüßte einhellig die von Stiftungsdirektor Prof. Dr. Manfred Kittel vorgelegten Eckpunkte für die Arbeit der Bundesstiftung und die geplante Dauerausstellung. Die Eckpunkte stehen seit heute auf der Webseite (www.sfvv.de) der Stiftung zum Download bereit.

 

In der nächsten Sitzung am 22. November 2010 soll der neue Wissenschaftliche Beraterkreis berufen werden. Gemeinsam mit ihm und weiteren Experten wird die Bundesstiftung auf Grundlage der Eckpunkte die Ausstellungskonzeption im Dialog mit der Öffentlichkeit weiterentwickeln.

 

Prof. Dr. Manfred Kittel erklärte: „Mit der heutigen Sitzung des Stiftungsrates sind gute Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Stiftung die erfolgreiche Arbeit der letzten Monate fortsetzen kann.“

 

Download: Pressemitteilung vom 25. Oktober 2010 (.pdf)

Download: Eckpunkte (.pdf)

 


Pressemitteilung
Berlin, 18. September 2010

 

Stiftungsdirektor präsentiert Grundlinien der Konzeption für die Dauerausstellung
der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung

 

Prof. Dr. Manfred Kittel hat heute auf der internationalen Konferenz "Flucht, Vertreibung, ‚ethnische Säuberung' - Eine Herausforderung für Museums- und Ausstellungsarbeit weltweit" einige Grundlinien der Konzeption für die Dauerausstellung der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung vorgestellt.

 

Das vollständige Ausstellungskonzept wird dem Stiftungsrat zu seiner nächsten Sitzung am 25. Oktober 2010 vorgelegt. Anschließend soll es gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Beraterkreis weiter diskutiert und entwickelt werden.

 

Die zusammen mit dem Deutschen Historischen Museum Berlin und der International Association of Museums of History (IAMH) veranstaltete Konferenz fand vom 16. bis 18. September im Deutschen Historischen Museum in Berlin statt und wurde von mehr als 300 Teilnehmern besucht. Internationale Experten präsentierten Museums- und Ausstellungsprojekte, die die globale Dimension des Themas Zwangsmigration aufgriffen.

 

Prof. Dr. Manfred Kittel zog eine positive Bilanz der Konferenz: "Die Internationalität der Themen wie auch das Spektrum renommierter Museumsfachleute aus vielen Teilen Europas und der Welt haben eindrucksvoll belegt, dass Zwangsmigration eine globale Dimension besitzt. Die Konferenz bot die einmalige Gelegenheit, vielfältige Einblicke in die Werkstätten der musealen Arbeit zu nehmen, unterschiedliche Diskurse zu verstehen und damit Zwangsmigrationen in ihrer Komplexität zu ergründen."

 

Download: Pressemitteilung vom 18. September 2010 (.pdf)

Download: Rede von Prof. Dr. Manfred Kittel mit Grundlinien der Konzeption (.pdf)

 


 

Pressemitteilung
Berlin, 6. September 2010

 

Stiftung bedauert Entscheidung des Zentralrats der Juden

 

Zu der Entscheidung des Zentralrats der Juden in Deutschland, seine Mitgliedschaft im Stiftungsrat ruhen zu lassen, erklärt der Direktor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung Prof. Dr. Manfred Kittel:

 

„Den Beschluss des Zentralrats der Juden in Deutschland, seine Mitgliedschaft im Stiftungsrat der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung ruhen zu lassen, bedauere ich sehr. Ich hoffe, dass der Zentralrat seine Mitarbeit wieder aufnehmen wird, da die Themen der Stiftung in die Mitte der Gesellschaft gehören und mit dem Zentralrat der Juden eine gewichtige Stimme fehlen würde.“

 

Wie in der letzten Sitzung des Stiftungsrats am 25. März 2010 beschlossen, wird die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung im Herbst 2010 Eckpunkte für die Konzeption einer Dauerausstellung vorlegen. Nach der Zustimmung des neuen Stiftungsrats, der am 25. Oktober 2010 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammentritt, sollen diese Eckpunkte als Grundlage für die weitere Arbeit an der Dauerausstellung dienen.

 

Grundlinien der Konzeption wird Prof. Dr. Manfred Kittel am 18. September 2010 auf der internationalen Konferenz „Flucht, Vertreibung, ‚ethnische Säuberung‘ – Eine Herausforderung für Museums- und Ausstellungsarbeit weltweit“ vorstellen. Das Symposium wird gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Museum Berlin und der International Association of Museums of History (IAMH) veranstaltet und findet vom 16. bis 18. September 2010 im Deutschen Historischen Museum Berlin statt. Dort werden internationale Experten Museums- und Ausstellungsprojekte präsentieren, die die globale Dimension des Themas Zwangsmigration aufgreifen.

 

Das Programm und weitere Informationen zur Konferenz finden sich auf www.sfvv.de. Eine Anmeldung ist bis zum 10. September erforderlich.

 

Download: Pressemitteilung vom 6. September 2010 (.pdf)

 


 

PRESSE- UND INFORMATIONSAMT DER BUNDESREGIERUNG
PRESSEMITTEILUNG NR.: 95

 

Kulturstaatsminister Bernd Neumann zur Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung: Gremien werden neu formiert – inhaltliche Arbeit wird fortgesetzt und konkretisiert

 

Berlin, 22. März 2010

 

Zur heutigen Sitzung des Rates der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ erklärt Staatsminister Bernd Neumann:

 

"Der Stiftungsrat hat einmütig beschlossen, seine Arbeit und damit die inhaltliche Diskussion über die Konkretisierung der geplanten Ausstellungseinrichtung zielgerichtet fortzusetzen. Mit dieser Entscheidung des Stiftungsrates wird deutlich, dass nun die inhaltliche Arbeit der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in den Mittelpunkt rückt. Der Stiftungsrat hat noch einmal eindeutig festgestellt, dass die im Stiftungsgesetz, welches mit großer Mehrheit im Deutschen Bundestag beschlossen wurde, verankerten Zielsetzungen uneingeschränkt gelten.

Der Stiftungsrat hat heute den Direktor, Prof. Dr. Manfred Kittel, gebeten, bis zur nächsten Stiftungsratssitzung im Herbst dieses Jahres Eckpunkte für die Konzeption einer Dauerausstellung vorzulegen.

 

Neben Prof. Kittel und dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Andreas Kossert wurde in der heutigen Sitzung Dr. Michael Dorrmann als Kurator der Stiftung bestellt. Er verfügt über eine langjährige Erfahrung als Ausstellungsgestalter u. a. im Jüdischen Museum Berlin. Damit stehen der Stiftung auch die personellen Ressourcen bereit, um die vor ihr liegende inhaltliche und gestalterische Auseinandersetzung mit ihrem schwierigen Thema leisten zu können.

 

Zugleich werden die Arbeiten zur Grundsanierung und zum späteren Um- und Ausbau des Deutschlandhauses weiter vorangetrieben. Derzeit wird die ebenfalls vereinbarte Erweiterung der musealen Nutzfläche zu Gunsten der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in die bestehenden Planungsunterlagen für das Gebäude eingearbeitet.

 

Das Novellierungsverfahren auf Grundlage der Koalitionsvereinbarung zur Neuformierung des Stiftungsrates ist eingeleitet. Dazu gehört die Erhöhung der Mitglieder des Stiftungsrates von 13 auf 21. Darüber hinaus soll die Anzahl der Mitglieder des Wissenschaftlichen Beraterkreises von neun auf 15 erhöht werden. Es hat sich erwiesen, dass es notwendig ist, das wissenschaftliche Spektrum noch breiter abzubilden, als dies bisher der Fall war. Gerade bei dem sensiblen historischen Vorhaben der Stiftung ist eine profunde und international vernetzte wissenschaftliche Beratung unverzichtbar.

 

Es ist beabsichtigt, die Novellierung noch vor der parlamentarischen Sommerpause abzuschließen, so dass sich der Stiftungsrat und der Wissenschaftliche Beraterkreis im Herbst konstituieren können."