Plakatausstellung zum Kommunismus im Deutschen Historischen Museum

Der Kommunismus in seinem Zeitalter

Vor 100 Jahren beendete die Februarrevolution die Zarenherrschaft in Russland, mit der Oktoberrevolution übernahmen 1917 erstmals Kommunisten die Macht in einem Staat. Aus diesem Anlass präsentiert das Deutsche Historische Museum gemeinsam mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vom 23. Februar bis 2. März 2017 im Schlüterhof die Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter".

Auf 25 Tafeln mit über 200 zeithistorischen Fotos und Dokumenten sowie QR-Codes, die mit Filmdokumenten im Internet verlinkt sind, zeigt die Ausstellung den Aufstieg und Niedergang der kommunistischen Bewegung, die sowohl mit einem neuen, totalitären Welt- und Menschenbild weltweit Millionen von Anhängern mobilisierte als auch Millionen von Opfern forderte.

Bestellbare Ausstellung

Ab März 2017 steht die Schau als Poster-Set im Format DIN A1 für die Bildungsarbeit zur Verfügung und kann ab sofort vorbestellt werden unter: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/k-ausstellung. Sie ist das ideale Medium, um in Schulen und an öffentlichen Orten – etwa in den Foyers von Rathäusern, in Volkshochschulen, Stadtbibliotheken oder Kirchen – zur Auseinandersetzung mit dem Kommunismus und seinen Diktaturen einzuladen, die das 20. Jahrhundert weltweit prägten und die in der historischen Bildungsarbeit bislang zu wenig Aufmerksamkeit finden. Autor der gemeinsamen Ausstellung des der Bundesstiftung Aufarbeitung und des Deutschen Historischen Museums ist Frankfurter Historiker Gerd Koenen.

Internationale Konferenz zum 100. Jahrestag der Russischen Revolution

Als Auftakt des Themenjahres "Der Kommunismus: Utopie und Wirklichkeit" der Bundesstiftung Aufarbeitung veranstalten die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Friedrich-Ebert-Stiftung vom 23. bis 25. Februar 2017 in Berlin die internationale Konferenz "Blinde Flecken in der Geschichtsbetrachtung? Kommunismus im 20. Jahrhundert".

Die „Russische Revolution“ im Deutschen Historischen Museum

Vom 20. Oktober 2017 bis 15. April 2018 knüpft das Deutsche Historische Museum an die Kommunismus-Ausstellung an und thematisiert mit der großen Ausstellung "1917. Revolution. Russland und Europa" die komplexen revolutionären Ereignisse in Russland und geht der Frage nach, welche Reaktionen und Gegenreaktionen der politische und gesellschaftliche Umsturz in ausgewählten europäischen und auch außereuropäischen Staaten hervorgerufen hat.