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Ort: | Biesenthal. |
Name: | „Bizdal“. |
Landkreis: | Barnim. |
Bundesland: | Brandenburg. |
Bestand: | Feldsteinkeller erhalten. |
Datierung: | Um 1230. |
Erwähnungen: | 1258: Marktort, Vogt; 1267: via Bizdal; 1315: civitas; 1317: oppidum. |
Besitzergeschichte: | Die Burg entstand nach der Eroberung des Gebiets durch die Markgrafen
Otto II. und
Albrecht II. Mitte des 13.
Jahrhunderts war die Burg Sitz eines
markgräflichen Vogts. Im 14. Jahrhundert verlor die Vogtei ihre Bedeutung und wurde 1337 von Marktgraf Ludwig an den Ritter Beringer Hele verpfändet. 1407 gelangte die Burg als erbliches Lehen an die Gebrüder Claus, Otto und Wilke von Arnim. 1577 wurde sie an Kurfürst Johann Georg abgetreten. |
Baugeschichte: | Die zweiteilige Burg entstand um 1230 auf dem kleinen und großen Schlossberg in der
Niederung 350m westnordwestlich der Kirche. Nachdem sie 1577 an Kurfürst
Johann Georg abgetreten
worden war, verfiel die bereits nicht mehr bewohnte Burg. 1632 ist sie bereits zerstört.
Die baulichen Reste wurden nach 1756 zum Wiederaufbau der Stadt genutzt, die durch einen
Brand nahezu vollständig zerstört worden war. Nach historischen Beschreibungen befanden sich die Hauptburg auf dem großen und die Vorburg auf dem kleinen Schlossberg. über den Graben zwischen Vor- und Hauptburg führte eine Brücke. Vermutlich bildete der 250 m nordöstliche der Burg liegende Reiherberg eine Vorbefestigung. |
Literatur: | SCHULZ, Rainer: Barnim und Uckermark – eine Burgenlandschaft.
(= Entdeckungen entlang der märkischen Eiszeitstraße, H. 2), Eberswalde 1999, S. 93-96; DEHIO, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg, bearb. von Gerhard Vinken u. a. München/Berlin 2000, S. 82; Ortsakte „Biesenthal“ des Brandenburgischen Landesamts für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums. |
Autor: | Johannes Krause. |