Sie sind hier: Startseite > Landkreise > Oberhavel > Bötzow/Oranienburg
Ort: | Oranienburg. |
Name: | Burg Bötzow. |
Landkreis: | Oberhavel. |
Bundesland: | Brandenburg. |
Datierung: | Um 1200 bis 18. Jahrhundert. |
Erwähnungen: | 1216 „burgwardium“, 1288. |
Besitzergeschichte: | Die Burg wurde 1200 von den Askaniern als Sicherung des Havelübergangs errichtet. Um 1651 ging das Gebiet in den Besitz von Kurfürstin Luise Henriette. |
Baugeschichte: | Die askanische Burg wurde um 1200 auf einer Havelinsel angelegt. Mehrere
mittelalterliche Bauphasen ließen sich bei den Ausgrabungen von 1997 bis 1999 nachweisen.
1550 entstand ein Jagdhaus für
Kurfürst
Joachim II. Zwischen 1651 und 1655 errichtete
Memhardt
ein neues Wasserschloss für Kurfürstin
Luise Henriette, nachdem das Areal in ihren Besitz
übergegangen war. Ab 1689 wurde es durch die Anfügung rückwärtiger Flügel
in eine Dreiflügelanlage
umgestaltet und von 1709 bis 1711 weiter ausgebaut. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts ist die
Anlage zunehmend verfallen. Zeitweise wurde sie als Baumwollweberei und Chemiefabrik genutzt.
Ein Brand beschädigte 1833 den Mittelbau, nach einem weiteren Brand wurde 1842 der havelseitige
Hofflügel abgetragen. Nach 1858 wurde der Schlossgraben zugeschüttet und das Schloss von 1861 bis 1925 als Lehrerseminar genutzt. 1933 bis 1937 war SS im Schloss stationiert. 1938/39 wurde es als Polizeischule umgebaut, auch entstand ein Erweiterungsbau auf der Nordseite. 1945 wurde die Anlage schwer beschädigt, bis 1960 jedoch wieder hergestellt. Anschließend wurde sie wieder militärisch genutzt und schließlich zwischen 1991 und 1999 restauriert. Seit 2001 befindet sich im Westflügel das Kreismuseum. |
Literatur: | HAHN-WEISHAUPT, Andrea, Von der Ritterburg zum Barockbau. Befunde vor und hinter
dem Schloss Oranienburg, Landkreis Oberhavel. In: Archäologie in Berlin und Brandenburg 2000.
Stuttgart 2001, S. 108-110; DEHIO, Georg, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg, bearb. von Gerhard Vinken u. a., München/Berlin 2000, S. 738-739. |
Autor: | Christof Krauskopf, Johannes Krause. |