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Doberlug-Kirchhain
Ort: | Doberlug-Kirchhain. |
Name: | Schloss, Dobrilugk, Güterfelde. |
Landkreis: | Elbe-Elster. |
Bundesland: | Brandenburg |
Bestand: | Vierflügelanlage, Wasserschloss. |
Besitzergeschichte: | Doberlug wird 1005 als slawische Siedlung genannt. Um 1165 wurde dort ein Zisterzienserkloster gegründet. 1541 befand sich Doberlug in kursächsischem Besitz. Seit 1656 war der Ort Nebenresidenz von Christian I., dem Begründer der Nebenlinie Sachsen-Merseburg. 1928 wurde der Schlossbezirk eingemeindet. Nach 1945 wurde das Schloss von der Sowjetarmee und der Nationalen Volksarmee genutzt. |
Baugeschichte: | 1547 wurde unter Graf Heinrich von Gersdorff an der Stelle des alten Absthauses eine unregelmäßige Vierflügelanlage errichtet. Davon erhalten sind vor allem die Außenmauern des Ostflügels. 1628 bis 1635 baute H. Steger, der zuvor in Torgau beschäftigt gewesen war, für Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen den Südflügel neu. Der sächsische Einfluss und die Nähe zu Torgau drückt sich vor allem auch in der Anlage eines nach außen gerichteten Erkers und eines innen liegenden Treppenhauses mit geradem Lauf aus. Vollendet wurde der Umbau erst 1661 bis 1671 unter Herzog Christian von Sachsen-Merseburg. Zu dieser Zeit erhielt das Schloss einen ausgefütterten Graben. Der Maurermeister Chr. Klengel und der Steinmetz H. Weinhardt erneuerten den Nordflügel, den sie mit einem dritten Geschoss versahen und bauten den West- und Ostflügel aus. 1906 bis 1929 und wieder 1980 wurde das Schloss restauriert. |
Literatur: |
BREITLING, Stefan, Adelssitze zwischen Oder und Elbe 1400 - 1600. (Veröffentlichung der Deutschen Burgenvereinigung Reihe A: Forschungen, Band 10). Braubach 2005, S. 79-80; Die KUNSTDENKMÄLER der Provinz Brandenburg, hrsg. vom Brandenburgischen Provinzialverband. Berlin 1907-1941. - 5, Teil 1, Kreis Luckau, Schriftleitung Heinrich Jerchel, bearb. von Wilhelm Jung. Berlin 1917, S. 49-89; DEHIO, Georg, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg, bearb. von Gerhard Vinken u. a., München/Berlin 2000, S. 234-236. |
Autor: | Stefan Breitling. |